Sie sind auf der Suche nach einem Geheimrezept um heraus zu finden was Sie eigentlich wollen? Sie wissen zwar in etwa wie es um ihr Corporate Personality (Selbstbild) aussieht, aber es fällt Ihnen schwer diese Gedanken in Worte zu fassen?
Vielleicht ist das ganz normal, denn je stärker sich ein Mensch mit einem Unternehmen, einem Produkt oder einer Marke identifiziert desto emotionaler sind seine Empfindungen und Assoziationen dazu. Bei besonders abstrakten und emotionalen Assoziationen fällt es daher oft schwer diese rational in Worte zu fassen oder begründen zu können. Aber da Sie da nicht der erste sind, habe ich einfach mal zwei Methoden zusammengetragen. Je nachdem ob Sie mehr ein Einzelgänger oder Teamplayer sind, sind unterschiedliche Methoden geeignet. Ich persönlich Empfehle Ihnen allerdings beide.
Die erste Methode können Sie allein durchführen, Sie ist leider eine sehr zeitintensive und nicht sehr spannende Aufgabe. Sie eignet sich besonders, wenn Sie noch gar nicht wissen, was Sie mit Ihrem Unternehmen / Produkt verbinden sollen oder wenn Sie Ihre Assoziationen einfach nicht in Worte fassen können.
Nehmen Sie sich einen Nachmittag frei und bewaffnen Sie sich mit einem Wörterbuch und etwas zum Schreiben. Dann gehen Sie an diesem langen Nachmittag alle Begriffe im Wörterbuch durch und notieren sich diese, die erstens exakt zum Unternehmen passen und zweitens überhaupt nicht passen. Dann haben Sie schon einmal die Do’s & Don’t’s für Ihr Corporate Identity definiert.
Wenn Sie nun eine ungefähre Ahnung haben, was Sie eigentlich möchten ist es nun an der Zeit dies mit Ihrem Team abzusprechen und eventuelle Rückfragen zu klären und vorallem auch die Frage: Sehen Sie Ihr Unternehmen / Produkt vielleicht komplett anders als Ihre übrigen Mitarbeiter ? Gibt es Diskussionsbedarf? Aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass es sehr sehr wichtig ist, von Anfang an zu klären was man eigentlich möchte und welchen Kurs man anstrebt, auch wenn noch kein 100%iges Konzept vorliegt sollten Sie unbedingt klären, was Sie eigentlich wollen und was nicht. Sonst stellen Sie nach einiger Zeit der Zusammenarbeit auf einmal fest, dass Sie uns jemand anders vielleicht in vollkommen verschiedene Richtungen arbeiten und somit das Wachstum des Unternehmens behindern.
Hierzu gibt es ein Verfahren nach Charles E. Osgood, das später von Peter Hofstadter variiert wurde Dieses Verfahren ermittelt die subjektive Bedeutung von Begriffen und Vorstellungen.
Das ganze geht ganz einfach, Sie schreiben einfach auf einer Skala bsp. von 1 bis 10 verschiedene gegensätzliche Begriffspaare auf und bitten Ihre Mitarbeiter auf den Zetteln jeweils anzukreuzen, wo Sie Ihr Unternehmen sehen bzw. wo Sie es sehen möchten (das kann man mit zwei Farben realisieren). Beispiele hierfür sind z.B,: traditionell <-> modern, sparsam <-> luxeriös, extrovertiert <-> introvertiert etc.
Vielleicht stellen Sie bei diesem Verfahren auch fest, dass einige Begriffe, die von Ihnen als Gegensatzpaare verstanden wurden von anderen Mitarbeitern z.B. nicht als Gegensatzpaare verstanden werden und beide gleichermaßen umgesetzt werden können. so ging es mit beispielsweise bei dem Begriffspaar „qualitativ <-> quantitativ“. Wozu man sagen muss, dass ich meine Unternehmensphilosophie auf dem Utilitarismus begründe und somit versuche den größtmöglichen Nutzen (qualität!) für die größtmögliche Anzahl (quanität) zu erreichen.
Wenn Sie mit dieser ersten Einschätzung fertig sind, teilen Sie in Ihrem Meeting Karteikarten aus z.B. 2 mal 5 Stück in zwei verschiedenen Farben (z.B. 5 rote und 5 grüne) auf die können dann die Teilnehmer jeweils 5 Stärken und 5 Schwächen schreiben, die Ihnen persönlich, ganz unabhängig von dem vorherigen Test einfallen.
Ein kurze Auswertung folgt, alle Zettel können beispielsweise an eine Flipchart gehangen werden, wenn mehrere Begriffe doppelt auftauchen reicht es an diese Stelle nur einen der Zettel zu hängen. Danach teilen Sie z.B. Aufkleber aus o.ä. für jeden Teilnehmer 4 Stück. Diese sollen dann von den Teilnehmern auf die zwei Hauptstärken und die zwei Hauptschwächen geklebt werden. So lassen sich sofort klare Tendenzen erkennen.