Die große Bilanz
Bücher aus dem Bereich Selbstmanagement raten oft dazu zunächst einmal eine Bilanz zu ziehen und seine Erfolge und Misserfolge, Stärken und Schwächen sowie seine Motivation genaustens zu analysieren. Derartige Bilanzen können einem helfen einen großen Schritt aus dem Chaos in ein besser durchorganisiertes Leben zu gehen.
Ich bin ein stark analytisch denkender Mensch, ich arbeite am liebsten Übersichtlich und strukturiert. Außerdem habe ich einen Faible dazu möglichst genaue Listen und Diagramme über verschiedene Prozesse anzufertigen um damit die Erfolge oder Misserfolge von Ideen oder Projekten zu erkennen und vor allem auch zu „beweisen“. Für rational denkende Menschen, zählt oft nur das, was tatsächlich auf dem Papier steht, das was sich wissenschaftlich belegen lässt, was man nachmessen, nach prüfen kann. Zahlen und Fakten lügen nicht (?). Empfindungen sind subjektiv, unsere Eindrücke werden durch unsere Erwartungen geprägt. Es ist fast unmöglich etwas aus subjektiver Sicht rein objektiv zu bewerten, denn schließlich ist der Mensch kein Objekt und möchte auch nicht zu einem gemacht werden. Doch Zahlen geben die Sicherheit, zu nächst einmal neutral zu sein. Dass 1+1 = 2 ist, wissen wir, eben so, wie wir wissen, dass die Rechnung 1 + 2 = 5 falsch ist. Hier ist es einfach zu bewerten, zu sagen, was „richtig“ und was „falsch“ ist. Für einen Mathelehrer, ist das Korrigieren von Matheklausuren in der 5 Klasse mit Sicherheit noch einfacher als das korrigieren von Philosophieklausuren in der Oberstufe wäre, denn Mathematik ist etwas greifbares, etwas messbares, Aufgaben sind entweder richtig oder falsch – natürlich kann man noch Punkte für Sauberkeit, Lösungsweg, Denkansätze, Kommentierung etc. geben – aber zunächst einmal lässt sich objektiv beurteilen, dass die Lösungen richtig oder falsch sind. In sprachlichen Fächern wird das schwieriger, den Schreibstil eines Schülers in einer Deutschklausur zu beurteilen ist, trotz Studium der Germanistik und allgemein gültigen Regeln, zunächst einmal eine subjektive Sache. Meine Deutschlehrer haben meinen Schreibstil immer sehr unterschiedlich benotet, einige fanden ihn katastrophal und andere genial, trotzdem ist das Urteil des einen nicht richtiger oder falscher als das des anderen, weil es sich eben um eine – irgendwo – subjektive Beurteilung handelt. Und die Wahrheit des einen, ist auch nicht wahrer oder unwahrer, als die des anderen, nur weil er eine andere hat.
Genau an dieser Stelle, kommen die ersten Probleme oder Fragen auf, wenn man versucht seine Leistung und seinen Erfolg zu bilanzieren. Man hat Zahlen, Fakten, schwarz auf weiss. Man hat Umsätze, neu gewonnene Kunden oder Zugriffe auf seiner Webseite und kann anhand dieser Zahlen und Fakten einen Erfolg oder einen Misserfolg erkennen, ihn beweisen. Doch was ist aus den Empfindungen geworden? Jemand kann durchaus positive Zahlen aufweisen und trotzdem wird von anderen sein Vorgehen – möglicherweise aufgrund der angewandten Methodik oder aufgrund anderer Faktoren – als Misserfolg empfunden.
Aber fangen wir zu nächst einmal an. Eine Motivationsbilanz zu ziehen, so verrückt das auch klingt. Bilanzieren wir unsere eigene Motivation – ja vielleicht werden Sie lachen, weil Sie er Meinung ist, man wisse doch ob man motiviert sei oder nicht. Aber versuchen wir es trotzdem einmal:
Schreiben wir einfach mal auf, worauf wir in unserem Job Lust haben und wo wir Unlust empfinden. Auf welche Aufgaben stürzen wir uns immer als erstes und welche schieben wir so lange wie möglich vor uns her? Wann fühlen wir uns im Job gut und worüber ärgern wir uns? Wer schafft es immer wieder uns zu motivieren und wer nimmt uns jegliche Lust?
Viele Menschen motivieren uns gar nicht aktiv, in dem sie auf uns zu kommen und und anspornen, sondern oft eher unbewusst, sie erzählen begeistert von einer Idee oder ähnlichem und wir bekommen danach einfach Lust wieder etwas auf die Beine zu stellen.
Der nächste Schritt ist eine sehr „gefährliche“ Bilanz. Was haben wir erreicht und was haben wir nicht erreicht?
Nehmen Sie sich einen bestimmten Zeitraum oder am besten mehrere, beispielsweise die letzten 6 Monate, die letzten 12 Monate, die letzten 2 Jahre, die letzten 5 Jahre? Je nachdem, wie lange sie schon in ihrem Job tätig sind, suchen Sie sich völlig unterschiedlich große Abstände aus. Jemand, der schon seit 40 Jahren das selbe tut, wird sicherlich größere Abschnitte wählen, als jemand, der erst seit 2 Jahren dabei ist. Also los, überlegen wir mal, was wir von dem – was wir uns einmal vorgenommen haben – in die Tat umgesetzt haben, was ist einfach auf uns zu gekommen, welche Chancen haben wir ergriffen oder nicht ergriffen?
Warum ist dies eine gefährliche Bilanz? Die Frage nach Erfolgen und Misserfolgen erzielt prinzipiell die selbe Wirkung wie die Frage danach, ob das Glas halb leer oder halb voll ist. Nur noch viel drastischer, da persönlicher. Je nachdem, wie zufrieden wir mit uns selbst sind, wie Selbstbewusst wir innerlich sind und auftreten, setzen wir verschiedene Schwerpunkte. Manche Menschen, die von ihrer Umwelt als wahnsinnig erfolgreich eingeschätzt werden, sitzen stundenlang vor so einer Bilanz und schreiben tausend Misserfolge auf, aber ihnen fällt kein einziger Erfolg ein. Oder es schaltet sich ihre Persönliche Empfindung ein, sie notieren ein paar Erfolge – die sich rational begründen lassen – wie beispielsweise ein Anstieg der Besucherzahlen auf einer bestimmten Webseite und fangen dann an, diesen Erfolg emotional auf oder abzuwerten. Gedanken wie „na und? Das habe ich doch nicht alleine gemacht“ oder „Das kann doch jeder… das ist nichts besonderes“ schalten sich ein. Dies zeugt, von einem geringen Selbstwertgefühl, doch ich denke – wenn Sie zu den Menschen gehören, denen dies passiert – dass Sie bereits wissen, dass Sie ein geringes Selbstwertgefühl haben. (Wie man das aufwertet, werde ich hier auch posten, sobald ich es herausgefunden habe – für Hinweise bin ich dankbar!)
Jetzt kommt zu guter letzt noch eine „gefährliche“ Bilanz. Die Stärken- und Schwächenbilanz. Erinnern Sie sich an die letzte Bewerbung, die Sie geschrieben haben oder an Ihr letztes Bewerbungsgespräch. Sind Sie auf das Thema „Stärken und Schwächen“ gekommen? Interessanterweise, ist das immer eines der beliebtesten Thema in Bewerbungsgesprächen, interessant deshalb, da die meisten Bewerber gar nicht so wirklich wissen was sie darauf antworten sollen. Denn, auch wenn wir uns selbst wahrscheinlich am längsten kennen und am besten kennen sollten, so gut kennen wir uns oftmals garnicht. Bei der Frage nach Stärken fallen mir persönlich sofort viele ein: Ich habe ein stark ausgeprägtes analytisches Denkvermögen und habe Talent dazu Konzepte zu erstellen und planmässig durchzuführen, ich verliere nur schwer den Überblick und habe die Fähigkeit vieles aus einer Art „Metaebene“ zu betrachten, so sehe ich oft Mittel, Wege und Chancen die manch anderem verborgen bleiben. Außerdem habe ich eine gute Auffassungsgabe und kann logische / mathematische / technische Vorgänge gut begreifen und nachvollziehen sowie anwenden. Ich bin ein sehr kreativer Mensch und habe viele Ideen und Einfälle, da ich kontaktfreudig und begeisterungsfähig bin, fällt es mir leicht auf meine Mitmenschen und Mitarbeiter zuzugehen und ihnen meine Pläne konkret darzustellen und sie davon zu überzeugen. Außerdem kann ich gut manipulieren. (Sollte man nicht in Bewerbungen schreiben.) Hört sich das nach einem Aussagekräftigen Bewerberprofil an? Ich glaube, die Sätze waren so gut, dass ich sie in meiner nächsten Bewerbung gleich mit ins Anschreiben packe
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Aber wie sieht es nun mit den Schwächen aus? Ich gebe zu ich bin ein elender Narzisst und Selbstdarsteller, deswegen fallen mir natürlich auf Anhieb eine menge Stärken ein. Aber die Schwächen… oha.. jetzt wirds schwer…
Mir wurde einmal gesagt, dass den meisten Menschen, auf anhieb viel mehr schwächen einfallen als stärken. Dies sei erziehungsbedingt. In Westeuropa (und in anderen Ländern und Kulturkreisen vielleicht auch ?) wird uns viel öfter gesagt, was wir falsch machen (in der Hoffnung wir würden aus unseren Fehlern lernen) als uns gesagt wird, was wir richtig machen. Wenn es darum geht, jemandem ein Feedback zu geben, dann fällt es oftmals auch leichter ihn zu kritisieren, da wir das positive im Feedback meist schon als Selbstverständlich voraussetzen. Komischerweise fallen den meisten Menschen, die ich gefragt habe, auf Anhieb aber eher wenig Stärken ein. Und was nun?
Wo sind unsere Schwächen? Wo sind meine Schwächen? Ist es überhaupt sinnvoll diese jetzt hier aufzuzählen? Wenn ich nun meine Schwächen hier aufzähle, werden diese mit Sicherheit von den Leserinnen und Lesern sehr viel Stärker wahr genommen als meine Stärken, denn das Leute gut sind, das kennt man ja schon. Menschen schreiben Ihre Stärken in Bewerbungen (hatten wir bereits), geben vor anderen damit an, hängen Urkunden und Zertifikate in Ihrer Wohnung oder Ihrem Büro auf, drucken die Vorteile Ihres Produktes auf bunte Werbeflyer oder ähnliches. Aber unsere Schwächen? Was hindert uns daran ehrlich mit unseren Schwächen umzugehen? Die Angst, dass diese im Endeffekt stärker gewertet werden als die Stärken. Oft haben wir Angst, andere Menschen würden uns mit einem Punktesystem bewerten können. Kann gut zuhören 10 Punkte, hat kreative Ideen 15 Punkte, Kommt ständig zu spät -20 Punkte, Ist Unordentlich -10 Punkte… Endergebnis: -5 Punkte: Brauchen wir nicht.
Im Alltag werden Menschen trotz ihrer Schwächen akzeptiert, weil wir an Ihnen nicht die Stärken oder Schwächen lieben, sondern das Gesamtbild des Menschen, es geht um das Empfinden, es geht darum worauf man Wert legt, hier sind wir wieder beim persönlichen, subjektiven Empfinden. Das Empfinden von positivem und negativem lässt sich nicht so einfach rational bestimmen, mit einem Punktesystem. Für manche Leute ist es schrecklich, mit jemandem zu Arbeiten, der ständig zu spät kommt, andere mögen gerade dies, da dadurch eine lockerere Arbeitsatmosphäre entsteht.
Natürlich möchte ich niemandem dazu raten in seine Bewerbung zu schreiben, dass er oft unpünktlich ist oder dazwischen redet. Aber ich möchte dazu auffordern offener mit unseren Schwächen umzugehen, das ist ehrlicher und vereinfacht auch die Organisation, denn so kann man einen neuen Mitarbeiter genau so einsetzen, dass er seine Stärken und Schwächen optimal einsetzt (ja man kann auch Schwächen optimal einsetzen, zum Beispiel, wenn dadurch die Stärken anderer Mitarbeiter gefördert werden). Und noch ein kleiner Tipp am Rande: Verstecken Sie Ihre Schwächen nicht, denn sonst beginnen die Leute danach zu suchen und wenn Sie dann entdeckt werden, ist das viel schlimmer, als wenn Sie von Anfang an mit „offenen Karten“ gespielt hätten.
Und um noch einmal ganz kurz auf die Bewerbungssituation einzugehen: Eine der beliebtesten Schwächen, die Bewerber in Ihren Bewerbungsgesprächen angeben, ist „Sturheit“. Warum? Weil Sturheit nicht wirklich schlimm ist, sich leicht durch andere Stärken kompensieren lässt und man, wenn man näher auf die Schwäche eingeht, immer ganz elegant zu denn Stärken überwechseln kann. Doch Vorsichtig: Jetzt wo Sie es wissen, weiß das vielleicht auch schon Ihr zukünftiger Arbeitgeber und möglicherweise wird er sich auf genau so eine Situation im Bewerbungsgespräch vorbereitet haben und Sie, wenn Sie Sturheit als Schwäche angeben mit verschiedenen Fragen löchern. „Nennen Sie mir eine Sitation in der Sie stur reagiert haben?“, „Wie ist ihr ehemaliger Arbeitgeber mit dieser Schwäche umgegangen?“, „Welche Probleme tauchen im Team mit dieser Schwäche auf?“ u.s.w. wenn Sie dann ins schleudern kommen, hat er Sie ertappt.
Wenn Sie nun Ihre Bilanz zu den Stärken und Schwächen aufgestellt haben, wissen Sie vielleicht mehr als vorher, vielleicht aber auch nicht. Es gibt nun zwei Wege wie Sie mit Ihren Schwächen umgehen können, der eine ist aktiv an Ihnen zu arbeiten, sich das Feedback von Freunden, Bekannten, Mitarbeitern, Vorgesetzten einzuholen um zu sehen, wie Sie mit Ihrem „Schwächenabarbeiten“ voran kommen, sich immer wieder bemühen negative Angewohnheiten (auch das sind Schwächen) zu ändern usw…
Dieser Weg ergibt nur bedingt Sinn. Hier müssen wir unterscheiden zwischen schlechten Angewohnheiten (neurotisches Zuspätkommen oder anderes) und wirklichen Schwächen. Viele Schwächen können Sie einfach nicht weg trainieren. Menschen haben unterschiedliche Begabungen, jeder hat sein persönliches Talentprofil. Ich kann zum Beispiel nicht Zeichnen und ich kann wirklich überhaupt nicht Zeichnen. Es gab eine Zeit in meinem Leben, wo ich ernsthaft versucht habe mir das abzugewöhnen, aber es hat einfach nicht geklappt. Natürlich ist es möglich Schwächen so weit weg zu trainieren, dass später vielleicht niemand mehr diese Schwäche bemerkt, der Mensch kann schließlich so gut wie alles lernen (auch Zeichnen!). Wenn er jeden Tag kontinuierlich übt, sich weiterbildet, Kurse besucht, sich mit anderen Menschen misst etc. aber wollen wir das überhaupt? Ist das der Sinn unserer Weiterentwicklung, dass wir versuchen unsere Schwächen restlos zu tilgen? Und was bringt das überhaupt? Wenn ich mehrere Zeichenkurse mache, wenn ich jeden Tag zu Hause übe u.s.w. dann habe ich meine Schwäche vielleicht irgendwann bekämpft und kann besser Zeichnen, aber um aus den Schwächen eine Stärke zu machen gehört noch viel mehr dazu und ich glaube das ist es in vielen Fällen einfach nicht wert.
Natürlich müssen wir an unseren Schwächen arbeiten, wenn wir einen bestimmten Level halten möchten und uns unsere Schwächen dort gefährden, ein Kind, das sprachlich nicht so begabt ist, wie naturwissenschaftlich muss vielleicht öfter Vokabeln lernen oder für Diktate üben, als ein Kind dem ein gutes Sprachgefühl in die Wiege gelegt wurde. Um die Klasse, das Abitur, das Studium zu schaffen, muss man ein wenig an seinen Schwächen arbeiten doch vor allem müssen wir unsere Stärken ausbauen.
Wenn unsere Schwächen auf schlechte Angewohnheiten zurück zu führen sind, dann ist es in vielen Fällen sinnvoller an diesen Schwächen zu arbeiten, besonders da schlechte Angewohnheiten gesellschaftlich oft weniger akzeptiert werden als „angeborene“ Schwächen. Eine schlechte Angewohnheit kann zum Beispiel notirisches Zuspätkommen sein. Angewohnheiten sind eigentlich eine sehr intelligente Erfindung. Wenn unser Steinzeitgehirn (so hart das klingt, unser Gehirn ist in vielen Fällen einfach noch Steinzeit) eines hasst, dann ist es Denken. Übermässiges denken ist für unser Gehirn eine unliebsame und unnatürliche Tätigkeit. Der Grund dafür ist, dass der Körper beim denken sehr viel Energie verbraucht. Und genau das will er nicht. Deswegen laufen, die meisten gewohnten Prozesse vollkommen gedankenfrei ab. Solange alles funktioniert denken wir überhaupt nicht drüber nach, erst wenn die Dinge nicht mehr funktionieren, beginnen wir zu überlegen und suchen nach den Ursachen dafür. Besonders gern spart das Gehirn Gedanken indem es immer wieder nach bestimmten Mustern sucht und dann bekannte, eingespielte Prozesse veranlasst. So ist zum Beispiel das Atmen ein solcher Prozess, die Situation (Körper braucht Sauerstoff) ist dem Gehirn schon vollkommen bekannt und es weiß auch, wie es standardmässig darauf reagieren muss (Atmen) also tut es das einfach, ohne das wir darüber nachdenken. Eben so ist es auch mit Angewohnheiten, wenn wir in bestimmten Situationen immer wieder das selbe tuen, gewöhnen wir uns daran. Anfangs sind Angewohnheiten Spinnweben, nach einiger Zeit sind sie Drahtseile.
Nun kommen wir gleich mal zum zweiten Weg, um mit Schwächen umzugehen. Nehmen Sie Ihre Stärken-Schwächen-Bilanz und schneiden Sie sie durch (oder zerreissen Sie sie), so das Sie eine Hälfte mit Ihren Stärken haben und eine mit Ihren Schwächen. Die Hälfte mit denn Schwächen schmeißen Sie weg.
Konzentrieren Sie sich fortan auf Ihre Stärken und nicht auf Ihre Schwächen. Halten Sie sich immer vor Augen, dass Sie Ihre Schwächen – wenn überhaupt – nur mit sehr viel Mühe und Zeit tilgen können und, dass es sehr unwahrscheinlich ist, aus Ihren Stärken überhaupt Schwächen zu machen.
Halten Sie sich vor allem eines vor Augen:
Wenn sich alle Menschen darauf konzentrieren Ihre Schwächen zu tilgen, anstatt Ihre Stärken zu verbessern, befinden wir uns eines Tages alle auf dem selben Level, niemand hat mehr wirkliche Schwächen aber es hat auch niemand mehr wirkliche Stärken bzw. kennt diese nicht und/oder hat diese nicht vertieft. Der Mensch wird ein sehr vielseitiges Wesen, das mehr oder weniger alles kann und alle können mehr oder weniger gleichermassen das selbe, weil sich niemand mehr spezialisieren würde. Wollen wir das? Bedenken Sie: Der Mensch kann das am weitesten spezialisierte Lebewesen sein, wenn er möchte. Sie werden etwas besonderes, durch den nutzen den Sie bieten, diesen speziellen Nutzen können aber nur Sie bieten, wenn Sie anfangen Ihre individuellen Stärken auszuarbeiten. Menschen werden nicht dadurch besser, dass wir Ihnen immer wieder Ihre Schwächen vorhalten, Sie kritisieren, Sie dazu auffordern an ihren Schwächen zu arbeiten, wir müssen sie ermutigen ihre Stärken noch weiter zu verbessern. Unsere Welt ist derart komplex, dass es nicht möglich ist, alles allein zu machen, wir sind auf andere Menschen angewiesen, ergänzen tun wir uns aber nur, wenn wir Menschen mit unterschiedlichen Schwerpunkten um uns herum haben.