Sinaloa für Webworker
Das erste Mal bin ich durch Bodo Schäfer auf das Prinzip von Sinaloa aufmerksam geworden. Sinaloa bedeutet „Safty in numbers and (the) law of average“. Also „Die Sicherheit liegt in Zahlen und im Durchschnittsgesetz“. Stellen Sie sich einmal vor, Sie nehmen einen Würfel und Würfeln einmal. Ob Sie 1,2,3,4,5 oder 6 würfeln ist reiner Zufall. Wenn Sie oft genug würfeln, setzt sich irgendwann das Durchschnittsgesetz durch. Sie werden herausfinden, dass die Wahrscheinlichkeit, dass alle Zahlen gleich oft fallen umso größer ist, je öfter Sie würfeln.
Ihr Erfolg darf nicht von Glück oder Unglück abhängen und auch nicht vom Zufall, deswegen sollten Sie beginnen das Durchschnittsgesetz für sich arbeiten zu lassen.
Wer im Internetmarketingbereich mit Google Adsense arbeitet, der kennt den „eCPM“ dieser Wert gibt an, wie viel man durchschnittlich an 1000 Seitenimpressionen verdient. Er ist also so etwas wie der TKP (Tausend-Kontakt-Preis).
Der TKP gibt an, wie viel eine Anzeige für 1000 „Kontakte“ also in diesem Fall 1000-Seitenimpressionen kostet. Das ist also der Grundpreis um Werbepreise zu berechnen. Angenommen eine Webseite hat täglich auf der Startseite 1250 Besucher (durchschnittlich) und Sie wollen einen Banner zum Preis von EUR 5,50 auf dieser Startseite für einen Monat vermieten. Dann rechnen Sie, wie viele Besucher Sie durchschnittlich in einem Monat haben in diesem Fall also: 37 500 und diese Zahl durch 1000, weil ja der Banner EUR 5,50 pro 1000 Impressionen kostet. Das Ergebnis ist also 37,5. Nun multiplizieren Sie es mit EUR 5,50 um den Preis zu erhalten. Macht EUR 206,50 an dieser Stelle wird der Preis dann normalerweise noch auf oder abgerundet. Ob Sie die MwSt. noch darauf rechnen oder ob Sie in diesem Preis schon enthalten ist, müssen Sie selbst entscheiden. In der Regel liegt der TKP zwischen EUR 5,- und EUR 50,-, je nach Größe des Werbemittels (Banner, Skyscraper etc.), Platzierung auf der Seite (Kopfbereich, Seite, im Text?) und nach Besonderheit.
Im Gegensatz zum eCPM können Sie den TKP selbst bestimmen. Sie entscheiden, wie viel Werbung auf Ihrer Webseite kosten soll. Der eCPM-Wert ist von den Preisen bei Google und der Klickrate abhängig.
Wenn Sie mehrere Werbemittel nutzen, sollten Sie das Gesetz von Sinaloa unbedingt nutzen. Schreiben Sie am Ende eines Monats einfach mal alle Einnahmen aus allen Einnahmequellen auf (Google Adsense, Contaxe, CaptainAd, zanox, afilinet usw…) und ermitteln Sie die Seitenimpressionen, die Sie in diesem Monat hatten.
Angenommen Sie hatten in einem Monat 90 000 Seitenimpressionen und haben insgesamt EUR 380,- verdient. Dann rechnen Sie zunächst 90 000 / 1000 – weil es sich ja beim TKP um den Preis pro 1000 Impressionen handelt – und dann 380 / 90. Das ergibt EUR 4,27.
Dies wiederholen Sie noch ein paar Mal um Ihren „universal eCPM“ besser erfassen zu können. Dann wissen Sie, ob es sich bei diesem Monat nur um einen besonders guten Monat handelt und ihr eCPM i.d.R. deutlich weniger ist oder umgekehrt.
Wenn Sie das nun mehrere Monate wiederholt haben, haben Sie verlässlichere Werte herausgefunden. Beispielsweise liegt ihr eCPM bei 4,50 und sie verdienen mit 80 000 Seitenimpressionen pro Monat ca. EUR 360
Nun können Sie anfangen sich Ziele zu setzen.
Ihren eCPM können Sie Bsp. verbessern indem Sie Werbung nutzen, die besser auf Ihre Zielgruppe zugeschnitten ist (auf einer Seite für Tennis verkaufen sich Tennisschläger besser als Tauchzubehör) oder indem Sie die Werbeplätze anders positionieren (nicht immer im Fußbereich der Seite, lieber in den Content mit einbauen). Nehmen wir mal an, Sie schaffen es auf diesem Weg Ihren eCPM auf 7,50 zu steigern. Immer noch haben Sie ca. 80 000 Impressionen pro Monat, aber inzwischen verdienen Sie damit etwa EUR 600,- pro Monat.
Nun können Sie anfangen sich Ziele zu setzen. Beispielsweise möchten Sie pro Monat EUR 1200,- verdienen also das doppelte. Auch ohne Dreisatz finden Sie hier schnell heraus, dass Sie entweder Ihre Seitenimpressionen oder ihren eCPM verdoppeln müssen. Da Sie Ihren eCPM gerade erst gesteigert haben bietet es sich also an, die Seitenimpressionen zu steigern (z.B. über Offlinewerbung wie Flyer oder Plakate, über Virales Marketing, Suchmaschinenoptimierung etc.).
Zukünftig hilft die Formel:
Soll-Verdienst / eCPM * 1000 = Soll-Seitenimpressionen