Verspäteter Gruppenzwang?

Kaum zu glauben.

Heute ist mit Sicherheit für einige Leute in meinem Leben ein denkwürdiger Tag.

Gut zwei Jahre lang, habe ich mit dem Gedanken gespielt mir ein Blog anzulegen in dem ich allein aus meiner Sicht schreibe. Zwei Jahre und vielleicht sogar noch länger habe ich mich dagegen gewehrt. Warum? Weil ich kein Fan von “privaten” Blogs war. Und Blogs auf unseren Projektseiten hatten wir schon. Auf www.ruhr-point.de bloggten wir über Änderungen auf www.ruhr-point.de, auf www.musical-fanpage.de gings um Nachrichten und Gerüchte aus der Musicalwelt, auf www.musicalfans.eu drehte sich alles um die Musicalwelt im Internet und so weiter und so weiter.

Eigentlich war der Markt für Blogs gesättigt, sowohl der Markt, den ich allein beherrschte als auch der globale, der Internetmarkt – wie ich immernoch denke.

Trotzdem habe ich mich dazu durchgerungen, einen weiteren Blog zu veröffentlichen. Diesmal allerdings ein wenig anders. Ich möchte mich hier nämlich nicht sturr auf eine bestimmte Themenauswahl beschränken sondern darüber bloggen, was ich momentan einfach für wichtig halte. Trotzdem soll dieser Blog weder ein privater, noch ein politischer oder ein religiösmotivierter oder was auch immer Blog werden.

Wie zahlreiche andere vor mir schreibe ich über das Internet – ja es kommt sogar noch besser: über Internetmarketing und ein wenig Webdesign.

Wenn ich gerade im Hinterkopf die Dinge durchgehe, die mich interessieren, so muss ich immer wieder feststellen, dass ich zwar ein enorm kreativer Mensch bin doch trotzdem wahnsinnig beschränkt. Meine Interessen lassen sich, wenn man so will an einer Hand abzählen: Internet… ok das war vielleicht nur ein Finger aber gehen wir mal etwas tiefer: Webdesign… Photoshop und Illustrator… schonmal ein tolles Schlagwort: Adobe! Adobe ist eines der drei As in meinem Leben: Adobe, Ajax, Apple. Ganz einfach also. Aber um auf den Punkt zurück zu kommen: Photoshop, weil ich Bildbearbeitung und Webdesign mit Photoshop liebe und Illustrator den ich beinahe noch mehr liebe als den Photoshop. Um genau zu sein: Ich liebe Illustrationen (Vektorgrafiken). Gerade kalte Linien, gut voneinander unterscheidbare Farben. Wow. Und wenn wir schon auf die drei As zu sprechen kamen, können wir diese Liste auch weiter durchgehen. Auf Platz Nummer 2: Ajax.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wieviel sie über Menschen erfahren können, wenn Sie Ihnen die Frage stellen: Wer oder was ist Ajax?

Frauen antworten in den meisten Fällen ganz einfach: Ein Putzmittel.

Männer hingegen denken oftmals an den Fußballverein…

Doch da gibt es noch zwei andere Gruppen (tauchen sowohl unter Männern als auch unter Frauen auf) die eine von ihnen hat bestimmt ein Abitur, in der Schule Latein oder sogar Altgriechich gelernt und antwortet vollkommen souverän mit einem Verweis auf die griechische Mythologie. Dort gab es laut Wikipedia zwei griechische Herrführer: Ajax der Große und Ajax der Kleine. Wieder was gelernt.

Die letzte Gruppe ist die, der Menschen die eindeutig zu viele Blogs lesen, zu viele Podcasts hören und natürlich auch zuviel im Internet unterwegs sind. Sie stellen fest: Ajax ist ein Apronym für die Wortfolge „Asynchronous JavaScript and XML“.

Ich gehöre der letzten Gruppe an. Als ich den Begriff Ajax das erste Mal las, dachte ich weder an den Fußballverein, noch an das Putzmittel und schon garnicht an irgendwelche inzwischen toten Griechen…

Inzwischen hege ich eine Faszination für Ajax.

Last but not least in der Liste meiner A-Favoriten ist die Firma Apple. Ich bin stolzer Besitzer eines Macs und eines iBooks (zugegeben nicht mehr 100% aktuell, aber ich hänge dran) dazu kommt schon der zweite iPod in meinem Leben und hoffentlich bald auch ein iPhone. Viel muss man über Apple wohl auch kaum noch sagen.

Worüber werde ich höchstwahrscheinlich sonst noch bloggen?

Meine eigenen Projekte und die von Freunden und Kollegen, PHP, Suchmaschinenoptimierung, lesenswerte Blogs und hörenswerte Podcasts. Aber mit sicherheit wird dies hier kein privater Blog. Das ein oder andere über meine Person wird auf jedenfall – muss wahrscheinlich sogar – immer wieder einfließen. Aber nicht zuviel.

Anmerkungen: