Suchverhalten lokale Suche

Bei Google hat sich in der letzten Zeit ja wieder echt viel getan. Ich komme ja nicht so oft dazu, hier in diesem Blog über Veränderungen zu schreiben und möchte mich auch jetzt erstmal ganz kurz halten. Was Instant und Instant Preview angeht, bin ich wenig begeistert. Nicht unbedingt aus SEO-Sicht sondern zunächst aus User Sicht. Ich finde die Oberfläche wird so unnötig unruhig und ich finde auch nicht, dass mir das viel bringt. Vor allem, da die wenigsten Leute aus meinem Bekanntenkreis, die ich gefragt habe, die Instant Preview wirklich nutzen um Seiten vor dem Klicken vorzuselektieren. Da kann sich natürlich im Hinblick auf das Such- und Surfverhalten in den Monaten noch einige tun, wenn sich dieses neue Design erstmal etabliert hat. Dass dies wohl ein Schritt dahin ist, dass die CTR zukünftig stärker gewertet wird, ist wohl recht offensichtlich. Zum Thema CTR wollte ich sowieso mal einen eigenen Blogpost schreiben.

Social Engineering Crashkurs: Alkohol

Liebe Kinder,

ich möchte euch bitten die nachfolgende Geschichte nicht nachzuspielen. Wahrscheinlich macht sich irgendjemand damit sogar strafbar und höchstwahrscheinlich ist es in diesem Fall sogar der getäuschte selbst, was am ärgerlichsten wäre. Seht die folgende Geschichte viel mehr als Musterbeispiel dafür, wie Täuschung prinzipiell funktioniert und als Möglichkeit Schwachstellen zu erkennen und sie zu beseitigen. Have Fun!

Es ist Mittwoch Nachmittag halb 5 und ich bin auf dem Weg mit dem Hund noch einmal schnell in den Penny gesprungen um eine Flasche Sekt zu kaufen. Mit nur 10 Euro und einem iPhone bewaffnet stürme ich also den Penny Markt und habe weder einen Ausweis noch einen Reisepass oder ein andere Dokument dabei, das meine Identität bezeugen würde. Ich stehe also an der Kasse und denke mir, dass ich mich auf eine Diskussion vorbereiten kann. Denn wenn man aussieht wie ich, wird man immer nach einem Ausweis gefragt. Ganz egal ob man Sekt kauft, Bier, Schnaps oder Zigaretten. Dann fällt mir auf, dass der Kassierer etwa in meinem Alter ist und ich tippe mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit darauf, dass er der Bruder von einem jungen ist, der sich mal mit einem Mädchen getroffen hat dass mir davon erzählt hat und ich so zufällig auch seinen Nachnamen kenne. Google ist dein Freund. Also google ich mal “Nachnamen + Dortmund” und werde fündig. Auf der Online Präsenz der Ruhr Nachrichten findet man einen Artikel über ein Handballspiel der A-Jugend, dass schon etwas zurück liegt. Mit Foto und Voilá unser Kassierer-Boy ist auch auf dem Foto sehr gut. Den Namen hab ich also schon mal. Nun noch die Facebook Suche. Wunderbar, wir haben sogar einen gemeinsamen Freund. Gut. Mit diesem wissen ausgestattet warte ich jetzt noch bis ich an der Reihe bin.

Er guckt mich skeptisch an. Erst mich, dann die Falsche Sekt, dann noch mal mich. Es ist an der Zeit das Feuer zu eröffnen und ich blicke ihm in die Augen während ich sage “Hey bist du nicht XY? Der Handballspieler… ich hab dich letztens in den Ruhr Nachrichten gesehen?”

Abgelenkt von der eigentlich Situation, schaut mich mein Kandidat etwas verwirrt an und fragt nach ein paar Sekunden “Echt? Woher kennst du mich?” ich fasel ein wenig etwas von “Die Welt ist klein… und bla bla bla…” und fange direkt an über den Gemeinsamen Freund zu sprechen, den wir bei Facebook haben. Erzähle von einer Party, auf der ich mit ihm war etc. schließe dann aber mit einem “oh ich muss mich aber jetzt beeilen, was bekommst du von mir!?” Das Gespräch ab.

Nach einem Ausweis hat er natürlich nicht gefragt, auch wenn er mir vor 2 Minuten nie im Leben geglaubt hätte, dass ich schon über 16 bin. Geschweige denn 21.

Nun was lernen wir daraus?

Der beste Weg, jemanden dazu zu bringen, dass er die normalen Vorschriften nicht mehr beachtet, ist, ihn aus der gewohnten Umgebung zu entreissen. Wir durchbrechen die geschäftliche Situation durch etwas privates und bauen direkt eine Verbindung auf. Dabei ist es ganz wichtig cool zu bleiben und sich entsprechend dem Mindset zu verhalten. Keine Nervosität zeigen und erst recht nicht, überhaupt von sich aus zeigen, dass man einen negativen Ausgang zu befürchten hat. Ich tue einfach mal so, als wäre es für mich ganz normal Alkhol ohne Ausweis zu bekommen (was es mit 21 ja auch sein sollte) und bleibe ganz ruhig und lenke die Unterhaltung dann geschickt auf eine andere Ebene.

Dies erfüllt erstens den Zweck ihn abzulenken, so dass die normale Routine nicht mehr durchläuft und zweitens schaffe ich eine Verbundenheit, die es ihm Unangenehm erscheinen lässt mich jetzt noch nach einem Ausweis zu fragen, weil er mir ja dadurch indirekt zeigen würde, dass er mich jünger einschätzt als ich bin und damit würde er indirekt auch sich selbst abwerten, wenn er mit Leuten abhängt, die widerrum mit Leuten abhängen, die nicht einmal 16 sind.

Hier wird also eine deutliche Schwachstelle aufgezeigt die charakteritisch für Social Engineering ist. Die einzige Möglichkeit hier, wäre gewesen die Leute entsprechend zu instruieren, so dass sie grundsätzlich immer nach nem Ausweis fragen. Auch wenn sie jemanden kennen bzw. zu kennen meinen.

PickUp for Dummies: Das Paarungsverhalten der Blaumeisen

Am 30.04.2010 zelebrierte ich die letzte Bioklausur meines Lebens im Rahmen der schriftlichen Abiturprüfungen 2010 im Biologie Leistungskurs. Für alle Unwissenden unter euch werde ich kurz das Verfahren skizzieren. Man erhält drei Themenvorschläge, daraus muss man dann zwei auswählen und bearbeiten. Zur Auswahl stand ein Themenkomplex zu Ökologie (irgendwas mit Flechten…), einmal Genetik und einmal Evolution (Über das Paarungsverhalten der Blaumeise oder zumindest so ähnlich). Vom Schulministerium vorgesehen war außerdem noch ein vierter Themenvorschlag, der aber in einer vorherigen schulinternen Auswahl verworfen wurde.

Ich entschied mich natürlich gleich für das einfachste: Ökologie und Evolution und habe damit voll ins schwarze getroffen. Ich muss sagen, dass ich echt verdammt froh bin nichts für Bio gelernt zu haben, denn sonst hätte ich nur meine kostbare Zeit verschwendet.

Nachdem ich in 75% der Zeit schon etwa 12 Seiten über die Auswirkung der Luftverschmutzung in der Düsseldorfer Innenstadt auf die Flechtenpopulation geschrieben hatte musste ich in der knappen Zeit die mir noch blieb also irgendwas über das Paarungs-/ Selektionsverhalten der Blaumeise auf meine Doppelbögen klatschen… Nun fassen wir die Kernfacts mal kurz zusammen:

  • Blaumeisen leben in der Regel nur ein Jahr, sie sterben im Winter. Die kräftigsten Tiere allerdings überleben den Winter
  • Je größer und kräftiger ein Blaumeisenmännchen ist, desto länger ist seine Gesangsstrophe
  • Blaumeisenweibchen betrügen ihre schwachen Männchen mit stärkeren Alphamännchen um das Erbgut ihrer Kinder aufzuwerten, die Vogeljungen schieben sie dann dem schwachen Männchen unter
  • Aus Untersuchungsreihen ist bekannt, dass die “nicht betrogenen Männchen” zum größten Teil den Winter überlebten, die betrogenen Männchen allerdings nicht



Ältere Artikel

Letzte Foto Updates

mehr davon...

  • Der Kölner Dom von außen
  • Bremen
  • Bremen
  • Domgarten in Bremen
  • Liebfrauenkirche Bremen
  • Xantener Hafen
  • Archäologischer Park Xanten
  • Archäologischer Park Xanten
  • Klever Tor Xanten
  • Verona
  • Römer Frankfurt am Main
  • Frankfurter Dom
  • Schwerte an der Ruhr - Altstadt
  • Kerzen im Bremer Dom