Schöne neue Welt und Arbeit macht frei

Vorab: Ja, ich weiß. Jeder Blogbeitrag, den ich hier veröffentliche sollte eigentlich das Label “ich habe so lange nichts mehr geschrieben es ist so viel passiert in der Zwischenzeit…” tragen. Doch heute ziehe ich es vor zu abstrahieren, statt Fakten aufzuführen. Zumindest in Teilen.

Wir schreiben den 29. Dezember 2011. Trist und kalt, trifft ebenso auf den Wetterbericht von heute als auch auf den gesamten vergangenen Sommer zu, doch es ist nicht Sommer, es ist Ende Dezember. “Zwischen den Jahren”, wie man es nennt. Der Zeitraum, zwischen Weihnachten und Silvester, wo im Berufsleben Ruhe einkehrt, wo Mitarbeiter ihre restlichen freien Tage verballern oder Überstunden abfeiern. In allen Firmen? Nein, natürlich nicht. Denn es gibt noch eine Randgruppe, eine spezielle Spezies, ich möchte an dieser Stelle nicht den so häufig verwendeten Begriff der Digitalen Bohème verwenden .Doch um genau diese Menschen soll es gehen, die Webworker. Die 24/7 Onliner, Menschen, die aufgrund ihres Wesens berufliches und privates nicht wirklich trennen können.

In den allermeisten Fällen, lässt sich dies darauf zurückführen, dass sie ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Dass sie ihr Geld mit einer Tätigkeit erwirtschaften, mit der sie früher – und oftmals auch jetzt noch – ihre Freizeit ausfüllen. Ja es sind diese Menschen unter uns, die Programmierer, die Marketer oder allgemein die Medienschaffenden, die unter dem Weihnachtsbaum neue Laptopakkus vorfinden oder das Buch Gulli Wars. Und es sind wirklich tolle Menschen. Denn ich habe wahnsinnigen Respekt vor jedem, der es schafft von etwas Leben zu können das ihm Freude bereitet, dass ihn intellektuell fordert und erfüllt.

Wie wäre dein Leben, wenn du keine Angst hättest?

Gestern habe ich eine Doku über Serienmörder gesehen. Berichtet wurde von verschiedenen bekannten Serienmördern und Forensikern die der Frage nachgehen, wieso ein Mensch zu einem kaltblütigen Mord fähig ist und wieso er es immer wieder tut? Anhand verschiedener Faktoren wird die Schwere des Verbrechens beurteilt, ausschlaggebend ist hierbei zum Beispiel die Fragestellung “Wurde das Verbrechen bewusst begangen?” litt der Täter ggf. unter einer Psychose oder einer neurologischen Erkrankung? Aus welchem Motiv tötet er? Geht es ihm darum seine Lust auf das töten zu befriedigen oder darum Menschen möglichst lange zu quälen, wobei der Tod nur den Höhepunkt seiner Folter darstellt? In wie weit führen Erlebnisse aus der Kindheit dazu, dass ein Mensch Leid das ihm selbst angetan wurde an anderen Menschen wieder ausführt und wieso werden manche Menschen – die als Kinder selbst missbraucht wurden – zu Tätern, andere aber nicht?

Ein Aspekt aus der Doku ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Es ging darum, wie Menschen Angst empfinden beziehungsweise ob sie Angst empfinden. Bei einem Experiment wurde gemessen was im Gehirn vorgeht, wenn man mit einer Situation konfrontiert wird in der man Angst empfindet. Bei gesunden Menschen finden hierbei im Gehirn spezielle Prozesse statt, doch es gibt auch Menschen bei denen diese Prozesse nicht stattfinden. Diese Menschen kennen das Gefühl von Angst nicht. Das ist ein Grund bzw. Erklärungsversuch wieso Menschen zu Taten fähig sind, die andere Menschen niemals durchführen würden und vor allem, wieso diese Menschen solche Taten immer wieder begehen und dabei einen kühlen Kopf bewahren können. Ihnen fehlt die Angst vor den Konsequenzen .

Die beste aller möglichen Welten

Ich habe mich oft gefragt, ob ich glücklicher wäre wenn ich zu einer anderen Zeit an einem anderem Ort geboren worden wäre. An einem Ort an dem es kein Internet gibt, kein iPhone, kein Facebook und noch nicht einmal Computer oder Fernsehen. Ich frage mich, ob all die Gegenstände die uns das Leben leichter machen und mit denen ich zugegebenermaßen meinen Lebensunterhalt verdiene, mich nicht eigentlich einengen, mich in meiner Persönlichkeit beschneiden oder was auch immer… unsere Welt wird immer schneller, die Zeit vergeht zwar gleich langsam wie noch vor 500 Jahren, dennoch kommt es uns schneller vor. Unsere sozialen Fähigkeiten stumpfen ab und unser Leben wird dominiert von einer Art von Stress und Termindruck den die Menschen vor einigen hundert Jahren noch nicht kannten.

Doch es gibt einen entscheidenden Vorteil, den diese heutige Zeit hat, einen Grund warum ich mit keiner anderen Epoche tauschen wollen würde.

Der Zugang zu Wissen ist heute einfacher als jemals zuvor.

Wenn ich etwas über ein Thema wissen möchte, finde ich im Internet eine riesige Auswahl an Websites, die Wikipedia und ich kann auch auf die Oldschool Art in die Bücherei gehen und mir dort ein Buch ausleihen. Wenn es in meiner Bücherei oder in meinem Buchladen kein Buch zu diesem Thema gibt, kann ich es bestellen und wenn es dieses Buch nur in einer anderen Sprache gibt, dann habe ich sogar die Möglichkeit diese Sprache zu erlernen und mich dann wieder mit den Quellen zu beschäftigen.

Das ist ein wahnsinniger Fortschritt, wenn man bedenkt in was für Zeiten wir noch vor einigen Jahren/Jahrzehnten/Jahrhunderten gelebt haben. Ich könnte jetzt wahrscheinlich noch ne ganze Menge dazu sagen und ich könnte auch noch ausschweifend darauf eingehen, dass der dritte Weltkrieg ein Informationskrieg sein wird. Aber das ist nicht Sinn dieses Blogposts.

(( Den Sprung muss jetzt niemand verstehen )) Ich bin im vergangenen Sommer für vier Wochen durch Deutschland gereist. Es war ne tolle Erfahrung und es sind auf meiner Reise über 3000 Fotos entstanden, die ich nur mühsam nach und nach bearbeiten konnte und langsam bei Flickr hochlade. Hier eine kleine Auswahl.

Das Bild entstand im archäologischen Park in Xanten. Xanten ist allgemein eine sehr coole Stadt und im Hafentempel (Bild!) konnte man tolle Fotos machen.

Und das ist der Hafentempel noch einmal mit etwas mehr Abstand oder besser gesagt seine Überreste. Ebenfalls im Archäologischen Park in Xanten.

Dieses Bild entstand ebenfalls in Xanten, allerdings im Hafen.

Das ist eine Tür am Kölner Dom, es ist wirklich strange aber ich war noch nie vorher drin und fand ihn doch sehr cool. Auf der Fahrt haben wir noch viele weitere Kirchen besucht und es sind eine Menge Aufnahmen von Kirchen entstanden, die ich in absehbarer Zeit gerne noch irgendwie anders veröffentlichen möchte.

So ein Kerzenbild haben wir in fast jeder Kirche gemacht. Dieses entstand im Kölner Dom.

Im August waren wir auf einem Konzert von Placebo und 30 Seconds to Mars in Stuttgart, auf der Rückfahrt haben wir bei einer Freundin aus Mannheim geschlafen. Da Mannheim unweit von Heidelberg entfernt ist, sind natürlich auch da einige Fotos entstanden. Die Stadt ist wirklich enorm cool und das Schloss ebenfalls wobei ich an dieser Stelle sagen muss, dass das größte Fass der Welt im Heidelberger Schloss überhaupt nicht sehenswert ist.

In Mannheim habe ich natürlich (!) die Kirche besucht in der Mozart während seines Aufenthaltes in Mannheim gewesen ist. Das Bild beweist wiedereinmal, dass die Menschen in der Rokoko Zeit einfach viel zu viel Geld hatten…

Bremen habe ich übrigens echt unterschätzt. Dieses Bild entstand in der Frauenkirche in Bremen, auch im Bremer Dom haben wir viele coole Aufnahmen gemacht und natürlich in den berühmten Bleikammern.

Im Domgarten des Bremer St. Petri Doms bin ich übrigens noch auf einen anderen coolen Typen getroffen. Nein es ist nicht Frodo Beutlin, es ist der heilige Jakob. Dem ein oder anderen vielleicht bekannt als Namensgeber für einen Weg nach Santiago de Compostela.

Die Bremer Stadtmusikanten in der Böttcher Gasse.

Und noch ein Bild aus dem St. Petri Dom.

Travemünde. Wenn man das Bild so sieht könnte man fast meinen wir hätten gutes Wetter gehabt, also ich meine, wenn man es nicht besser wüsste.

Etwas unspektakulär neben den anderen coolen Orten ist das Lichterfest in Dortmund, es war aber dennoch ein cooler Abend :) .

Und dann wäre da ja noch meine frühere Lieblingsstadt Frankfurt am Main.

Es sind noch viele hundert andere Bilder an anderen coolen Orten entstanden. Leider bin ich immer noch nicht dazu gekommen sie alle zu bearbeiten und bei Flickr hochzuladen.

 

Für mich steht fest, dass ich soetwas bald noch einmal machen werde und zwar diesen Winter. Diesmal mit dem Auto und im Fokus steht Süddeutschland. Ich werde Silvester in Berlin verbringen und von dort aus nach Süden fahren. Über Leipzig, Magdeburg, Dresden nach Bamberg, Würzburg Nürnberg bis nach München und dann einige Zeit in München bleiben. Dann werde ich mich erneut aufmachen und von München aus Ulm, Augsburg, Stuttgart, Freiburg etc. besuchen um noch einmal in Heidelberg einzukehren. Dann werde ich den Rhein entlang wieder nördlich fahren Bingen am Rhein, Frankfurt und Koblenz besuchen in Rheinland-Pfalz werde ich etwa eine Woche Aufenthalt haben und dann nach Köln starten und ins Sauerland. Dort möchte ich Snowboard fahren und dann wieder nach Dortmund fahren.

So sieht die Route aus:

Da ich aus meiner letzten Deutschlandreise gelernt habe, habe ich diesmal immer wieder Aufenthalt miteingeplant. So kann ich die Bilder direkt bearbeiten und hochladen, darüber bloggen, vielleicht sogar Videos machen und wenn ich wieder zu Hause ankomme hat sich die Arbeit nicht ganz so angestaut weil ich zwischendurch immer etwas tun konnte.

Für die Reise habe ich übrigens bereits eine Domain geordert und werde noch einen extra Blog darauf packen.

Wahnsinnig gerne würde ich auch im nächsten Sommer eine Tour machen, dann aber nicht durch Deutschland sondern durch Nord- und Osteuropa. Die Route stelle ich mir bisher in etwa so vor:

Dann mit der Fähre von Stockholm nach Riga über Helsinki. Und von dort aus weiter

Bis dahin brauche ich aber auf jeden Fall noch ein cooles Weitwinkelobjektiv um wunderschöne Landschaftsaufnahmen zu machen.

Nun, das wars auch schon mit den Plänen. Ach ja was ich vielleicht noch erwähnen sollte ist, dass ich bei Fliks zum 31.10. aufgehört habe und bald für einige Wochen nach Berlin ziehen werde. Zum Abschied aus Bochum überlege ich noch ein kleines Video zu schneiden indem ich Leute auf der Straße frage wie sie die Stadt Bochum in einem Wort (oder einem satz) beschreiben würden. Wenn ich das noch zeitlich schaffe, werde ich es auch hier hochladen. Maren und Ich haben allerdings vor ein paar Tagen schon ne Handvoll Herbstfotos geschossen die ich euch ebenfalls nicht vorenthalten möchte.

Die Bilder stehen wie immer unter Creative Commons, verwendet sie frei auf euren Websites solange ihr einen Link hierher setzt. Danke.

 



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