It’s Summertime

17. Jul
2011

Irgendwann hatte ich – glaube ich – mal behauptet, ich würde wieder in meinem Blog schreiben. Leider ist in der letzten Zeit so viel passiert, dass ich einfach – wenn ich zwischendurch Zeit gehabt hätte es aufzuschreiben – zu faul war um es aufzuschreiben.

Ich habe vor kurzem das Design hier neu gemacht, den Blog Nightstorys übernommen und wahnsinnig viel gearbeitet. Außerdem habe ich einen kurzen Abstecher nach Verona gemacht und meinen Sommerurlaub geplant. Zwischendurch habe ich mir noch eine Menge Kram gekauft, den ich eigentlich nicht brauche wie eine Canon EOS 550 D, eine neue Couch, einen Beamer für das iPad (den ich übrigens schon vier Wochen habe und ich bin noch nicht einmal dazu gekommen ihn zu benutzen, ebenso wie ich bisher noch nicht auf meiner Couch gesessen habe um Fernzusehen und meinen neuen 24″ LED Monitor noch nicht angeschlossen habe that’s life).

Langsam bekomme ich wirklich das Gefühl, die Kaufsucht habe mich wieder in ihre Klauen bekommen, schließlich habe ich in den letzten 72 Stunden viel zu viel Geld ausgegeben, 120 Euro davon in einem Sexshop. Doch bevor ich mich hier in Details verstricke, die dazu führen würden, dass ich diesen Blog mit dem Prädikat “garantiert nicht jugendfrei” auszeichnen müsste, möchte ich lieber einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Wochen geben und einen Ausblick auf die nächsten sechs Wochen.

Übrigens veröffentliche ich alle Fotos in diesem Blogpost unter der Creative Commons Lizenz. Ihr dürft sie gerne abspeichern und verwenden sofern ihr einen Link zu meinem Blog setzt. Danke.

Irgendwie bin ich doch ziemlich faul geworden. Ich twittere nicht mehr, schreibe kaum noch auf Facebook und obwohl ich auf Rock n Roll Hero nun einen Tumblr Blog führe, auf dem ich – zumindest hin und wieder – Bilder einbinde, hört man kaum noch etwas von mir. Irgendwie uncool…

Wenigstens hilft mir iPhoto dabei meine Erinnerungen halbwegs wieder zusammenzutragen.

Da war also Verona, Anfang Mai. Verona ist eine wunderschöne Stadt. Ich liebe Italien, schade nur, dass Verona von mir aus mit dem Auto 1027 Kilometer entfernt ist, also nicht zumutbar. Leider wurde ich auf dem Weg nach Verona dann mit einem Gefühl konfrontiert, von dem ich eigentlich gedacht hatte, es in den Tiefen meines Unterbewusstseins verscharrt zu haben: Flugangst. Wenn wir mal ehrlich sind, dann bin ich eigentlich ein verdammt ängstlicher Mensch, auch wenn viele das Gegenteil denken. Ich habe keine Angst davor nachts durch dunkle Straßen zu gehen oder meinen Fuß in die Dortmunder Nordstadt zu setzen (obwohl meine Mutter durch die *Bronx* nur mit zentral verrigelten Türen fährt…), aber ich habe Angst davor unter Brücken herzugehen, weil ich denke sie könnten genau in dem Moment einstürzen, ich habe Angst vor dem menschlichen Versagen des Piloten beim Fliegen und vor der Terroristischen Bedrohung. Und da nütze es auch nichts, dass ich mir während des Fluges immer wieder in Gedanken vorsagte, dass man 56 Jahre lang am Stück fliegen müsste, damit die Wahrscheinlichkeit eines Flugzeugabsturzes eintreten würde, dass laut unabhängiger Studien das Flugzeug das sicherste Verkehrsmittel der Welt ist, dass lt einer Studie deren Namen ich gerade vergessen habe 7 Verkettungen von Fehlern zu einem Absturz führen und dass selbst beim Ausfall beider Triebwerke ein Flugzeug immer noch segeln kann, bei einer Geschwindigkeit von ca. 160 Kilometern pro Stunde!

Ja verdammt, es hat nichts gebracht. Wenigstens habe ich am vergangenen Freitag eine Unfall-Sterbe-Versicherung abgeschlossen und ein Flugzeugabsturz ist immerhin ein Unfall. Keine Ahnung, ob es auch als Unfall gilt, wenn das Flugzeug von der Luftwaffe abgeschossen wird, weil es von Terroristen gekapert wurde…

Nun, die Zeit in Verona verging viel zu schnell und auf dem Weg zurück entschied ich mich sicherheitshalber dafür mir am Flughafen um 10 Uhr morgens einige Sambuca reinzukippen. Hat leider auch nichts gebracht…

Inzwischen spiele ich sogar mit dem Gedanken meinen Arbeitsplatz diesen Winter nach Kapstadt zu verlegen um dort live vor Ort für den südafrikanischen Ableger von Fliks zu arbeiten, bei dem Gedanken an über 10 Stunden Flug läuft es mir aber jetzt schon eiskalt den Rücken herunter.

Wobei es mir ebenfalls eiskalt den Rücken hinunterläuft ist der Gedanke daran, dass ich vielleicht Ende des Sommers noch einen Abstecher nach Rom oder London machen möchte. Das ist ziemlich evil, doch mein Leben ist zu kurz um es von Ängsten dominieren zu lassen… (ich sehe mich in Gedanken schon in einem von Terroristen gekaperten Flugzeug sitzen, während ich meinem Sitznachbar lachend die paradoxe Story erzähle, dass ich ja nur mitgeflogen bin, weil ich mich nicht vom internationalen Terrorismus einschüchtern lassen wollte…).

Aber hey ganz ehrlich: Fliks hat seit ein paar Monaten endlich einen neuen Aufzug, nachdem wir drei Monate lang wirklich jeden Tag in den fünften Stock im Altbau Treppensteigen mussten, dieses verdammte Ding hat bis heute kein TÜV-Siegel. Man könnte sagen, es sei eine Todesmaschine! Doch ich bin eben ein echter Adrenalinjunkie, ein Teufelskerl. Da ist so ein Flug nach Südafrika doch nichts gegen…

Sachen, die ebenso unglaublich sind, wie das fehlende TÜV-Siegel im Fliks Aufzug ist dieses Bild, das ich am Herforder Bahnhof geschossen habe.

Es zeigt die Gala MEN.

Herford ist eben immer wieder eine Reise wert. Nicht zuletzt wegen diesem Schnappschuss:

Achtung: Ausnahmsweise liegt das Copyright bei diesem Bild nicht bei mir.

 

War ne lustige Party, auch wenn ich mich nur noch dunkel errinere. War auch ne sehr lustige Zugfahrt, denn durch die Frage “Hast du einen Flaschenöffner?” (bester Opener ever!) bin ich von Hamm bis Herford mit einem Mädel ins Gespräch gekommen, die mir nicht nur ihre ganze Lebensgeschichte erzählt hat (einschließlich Kinderkrankheiten!) sondern mir auch das Recht zugesprochen hat, sie mit dem Spitznamen “Die Hure Babylons” anzusprechen.

Es wurde Zeit, den Sommer zu genießen. Ein paar chillige Besuche mit Duke an der Ruhr, einige coole Grillabende. Und ich habe mir endlich mal den Phönixsee in Dortmund ansehen können, der seit kurzem eröffnet wurde.

Darüberhinaus habe ich endlich ein (sogar signiertes) Exemplar von Gulli wars. Es ist schon irgendwie peinlich bei Fliks zu arbeiten ohne dieses Buch gelesen zu haben ;)

 

Endlich wieder ein Sommer, mit verdammt gutem Wetter. Auch wenn es in den letzten Wochen wieder etwas durchwachsen war… für die nächsten Wochen hoffe ich allerdings inständig auf gutes Wetter. Denn ab dem 22.07. werde ich für vier Wochen quer durch Deutschland reisen und alle möglichen Menschen besuchen, die ich bisher nicht besuchen konnte, weil es immer irgendwie nicht gepasst hat.

Auf meiner Route stehen bisher die folgenden Stationen, natürlich kann sich daran noch das ein oder andere ändern, denn bisher wirklich fest sind erst wenige Termine.

Auf dem Plan stehen:

Lübeck, Travemünde, Bremen, Stralsund, Sylt, Jever, Kiel, Oldenburg, Flensburg, Berlin, Dresden, Magdeburg, Leipzig, Frankfurt, Mannheim, Heidelberg, Stuttgart, Freiburg, Konstanz, München und Hohenschwangau.

In Stuttgart werden Maren, Luda und ich definitiv am 11. August sein, an diesem Tag spielen dort Placebo und 30 Seconds To Mars und ich habe es noch geschafft Karten bei Eventim aufzutreiben. In Stuttgart werden wir aber definitiv auch das Musical Tanz der Vampire besuchen.

Ein Besuch, der für mich mit gemischten Gefühlen verbunden ist. Wie einige von euch sich vielleicht erinnern war ich einige Zeit lang Affiliate für die Stage Entertainment und habe immerhin für diesen Laden in den Jahren 2009 und 2010 über 750 Sales und einen Umsatz von über 160.000 Euro erwirtschaftet. Passend zum Weihnachtsgeschäft, wurde ich dann Anfang Dezember ohne Angabe von Gründen vom Affiliateprogramm ausgeschlossen und auch auf Nachfragen per Mail und telefonisch wurde nicht reagiert bzw man wurde abgewimmelt. Später stellte sich heraus, dass die Stage Entertainment ihr Affiliateprogramm ganz allgemein eingestellt hatte. Dennoch hätte ich mir an dieser Stelle eine bessere Kommunikation nach der langen, erfolgreichen Zusammenarbeit gewünscht.

Etwas angepisst, beschloss ich, die Stage Entertainment nicht mehr weiter zu unterstützen und schenkte meiner Mutter dann zu ihrem Geburtstag am 08. Januar (hey sie hat am selben Tag wie Elvis Geburtstag!) lieber einen Massagesessel als – wie ursprünglich geplant – Musicalkarten…

Dennoch würde ich die Show wahnsinnig gerne sehen und ich denke inzwischen ist es an der Zeit seiner Leidenschaft nachzugeben und doch ins Musical zu gehen, bevor es Stuttgart verlässt…

Ich verlasse mich einfach darauf, dass alles cool wird immerhin hat das der Glückkeks gesagt

Am 13. August findet in Dortmund mal wieder das Lichterfest statt und ich hatte mir vorgenommen zu kommen. Wenn ich es schaffe, möchte ich diesen Sommer auch auf jeden Fall noch eine Show von Bruno Knust sehen, der mit seiner Hartz-Vegas-Segers-Band ebenfalls diesen Sommer in Dortmund zu sehen ist. Während er in seinem eigenem Theater - dem Olpketaltheater – Sommerpause einlegt.

Ich hätte niemals gedacht, dass ich so etwas lustig finden würde, aber da ja irgendwie immer ziemlich coole Dinge durch Zufälle geschehen, habe ich vor kurzem eine Einladung ins Olpketaltheater bekommen um mir dort seine Show anzusehen. Essen und Trinken gabs in der so genannten “VIP Lounge” (voll süß eigentlich, dass das Theater diesen winzigen Bereich wirklich als VIP Lounge bezeichnet hat) auch, nur leider alles mit Schwein versetzt also nichts für mich. Ich beschloss also mich mit Campari-O volllaufen zu lassen und mich über eine Truhe voller Häagen-Dazs herzumachen, die unwissende und naive Menschen in dem Sichtfeld meiner verfressenen Person aufgestellt hatten… Die Show war aber wirklich gut, dafür gibt es auch gerne einen Link und auch einen Link an den Flughafen Dortmund, von dem die Einladung kam.

 

Obwohl ich dieses Jahr bereits einmal in München war, werde ich diesen Sommer noch einmal dort hinfahren um mir die Stadt anzuschauen. Anfang April hatte ich mich in München vollkommen übermüdet mit Estefano de Santos getroffen (den meisten von euch ist er vielleicht eher als Flow von Royal Flush Seduction bekannt). An dieser Stelle noch mal ein herzliches Danke an die Deutsche Bahn, die es wirklich geschafft hat, dass ich am Mittwoch Morgen nach über 48 Stunden ohne Schlaf in Dortmund ankam. Wie es die Nachtzüge der deutschen Bahn schaffen, dass man auf 9 Stunden Hinfahrt – und vor allem auf 9 Stunden Rückfahrt (nachdem man schon fast 40 Stunden wach ist!) kein Auge zu kriegt, möchte ich an dieser Stelle nicht ausführen. Wer mag, kann sich die Geschichte aber gerne persönlich anhören, ich bin mir sicher ihr werdet euren Spaß haben!

Da wir in München fast ununterbrochen sargen waren, habe ich von der Stadt an sich leider nur recht wenig mitgekriegt, dafür aber die Münchener Ladies um einiges besser kennen gelernt. Ich hätte auch niemals gedacht, dass es überhaupt möglich ist, an einem Tag mehr als 100 Euro für Parkgebühren auszugeben, aber München machte es möglich.

Abschließend, werde ich gegen Ende des Sommers oder halt im Herbst, je nachdem wie man es nimmt noch die Einfach Verführerisch! in Berlin, für die mir Ben von ZHI CONsulting coolerweise einen VIP Pass zur Verfügung gestellt hat, besuchen und Ende September gemeinsam mit Martin (der übrigens dieses Jahr auch als Sponsor auftritt) eine Session über Suchmaschinentoptimierung für WordPress auf dem Wordcamp in Köln halten.

Etwas doof ist, dass das Wordcamp genau mit der PickUp Con in Frankfurt – übrigens die schönste Stadt Deutschlands – kollidiert.

 

Da ich aber mal wieder nicht aus meinen Fehlern gelernt habe, werde ich auch diesen Sommer die meisten Reisen per ICE zurücklegen. Damit es nicht ganz so langweilig im Zug wird und ich nicht wieder irgendwelche Huren Babylons in Gespräche über Flaschenöffner verwickeln muss, habe ich mir für über 200 Euro Bücher bei Amazon bestellt. Darunter zum Beispiel der Aufreisser von Neil Strauss und Mein teures Studium von Laura D.

Ach ja noch so zum Abschluss, damit dieser Blogpost auch was von Online Marketing enthält: Ja, die Google+ Beta hab ich gesehen, fand ich uncool.

Canon EOS 600 D

1. Mai
2011

Die Zeit aufhalten.

Kennst du das Gefühl, einen geliebten Menschen zu verabschieden? Das Gefühl, das Bahnhöfe mit sich bringen, geschäftige Menschen, einfahrende Züge, Vorfreude, aber auch Melancholie. Die Gewissheit etwas, jemanden, einen Lebensabschnitt – wenn auch nur für gewisse Zeit – hinter sich zu lassen. Jeder der in einer Fernbeziehung ist, weiß wovon ich spreche. Man verbringt eine Zeit mit einem geliebten Menschen und bringt diese Person dann zum Bahnhof, zum Flughafen oder einfach nur zum Auto, da ist auf einmal dieser Schmerz, dieses Gefühl das uns genau eins verrät: du kannst die Zeit nicht aufhalten.

Kenns du das Gefühl, zu wissen, dass du nur eine Woche hast. Eine Woche Urlaub, eine Woche Ferien, eine Woche die du noch mit deiner Familie verbringst bevor du wegziehst oder aus welchen Gründen auch immer ein begrenztes Maß an Zeit. Du kannst tun was du willst, die Zeit vergeht einfach immer weiter. Du versuchst sie aufzuhalten, sie festzuhalten, den Moment festzuhalten. Doch du bist machtlos.

Was ist das wertvollste, was wir auf dieser Welt haben? Ist es Geld? Nein. Mit Geld kann man alles kaufen, ein geiles Auto, ein wunderschönes Haus am Strand, einen Pool man kann sich sogar die Aufmerksamkeit oder die Zuneigung von Menschen erkaufen… nur eines kann man nicht kaufen: Zeit. Sie vergeht einfach immer weiter.

Jeder Sonnenuntergang, den ich in meinem Leben sehe ist wunderschön. Doch er bringt auch etwas wahnsinnig schmerzhaftes mit sich, er verabschiedet den Tag. Die Nacht bricht ein. Ich habe keine Angst in der Dunkelheit, ich glaube nicht an Vampire oder Werwölfe und generell fürchte ich mich auch nicht davor dass nachts ein Axtmörder des Weges kommt und mich grundlos abschlachtet, aber die Nacht bedeutet einfach dass der Tag zu Ende ist. Sie ist ein brutaler Einschnitt in unser Leben, denn sie zeigt auf, dass die Zeit immer weiter vergeht und das tut weh.

Warum ich das schreibe?

Meine meistgehörten Songs und Interpreten 2010

29. Dez
2010

Bevor das Jahr ganz zu Ende geht, schreibe ich doch mal einen musikalischen Jahresrückblick. Meine gehörten Songs, Alben und Interpreten lassen sich dank Last.fm ja sehr gut nachvollziehen. Und ich gehe einfach mal durch.

Anfang 2010, Januar, Februar, März !?

Ende Dezember 2009 hatte ich mir das Album Pop Life von David Guetta gekauft und enstprechend oft im Januar gehört. Ebenfalls sehr häufig gehört habe ich  Flipsyde – State Of Survival und natürlich Phil Collins.