Guter und schlechter Linktausch

Wenn man ab und zu in einigen Linktauschforen unterwegs ist, tun sich echt Abgründe auf. Klar, niemand tauscht Links von seinen besten Projekten, das ist ganz normal. Links werden in der Regel von Satellitenseiten getauscht, das heißt man erstellt extra Webseiten für den Linktausch, kickt diese mit ein paar Low-Budget-Links (Webkataloge, Social Bookmarks usw.) in den Index und bietet dann einen Link von einer solchen Satellitenseite an um im Gegenzug einen Link auf das Projekt zu bekommen (ebenfalls von einer Satellitenseite).

Dadurch werden eigentlich nur die Ursprungslinks von Webkatalogen, SocialBookmarks etc. leicht veredelt und summiert.

Anstatt 500 Links aus Low-Budget-Linkquellen zu bauen, bekommt man so eben 5 x 100 Links aus Low-Budget-Linkquellen für sein Hauptprojekt, das man damit keine großen Sprünge machen kann dürfte auf der Hand liegen, aber immerhin bietet es eine breite Basis.

Gute Linktauschseiten gegen schlechte Linktauschseiten

Klassisch schlechte Linktauschseiten, sind solche denen man auf 10 Kilometern Entfernung ansieht, wozu sie erstellt wurden. Meist sind eine handvoll Domains untereinander durch die Blogroll verlinkt und wurden dann nur durch einige wenige Low-Budget-Links von außen gestärkt.

Noch schlimmer sind SEOs, die Links von Kundenprojekten tauschen. Diese Idee stammt oft von kleinen Webdesign-Agenturen, die ihren Kunden eine Homepage erstellt haben und dem Tauschpartner dann die Referenzliste schicken, diese ist voll mit Arztpraxen, Steuerberaterkanzleien, Autowerkstätten etc.

Diese Tauschseiten disqualifizieren sich bei den meisten SEOs wahrscheinlich sofort, da einfach keine hochwertigen Seiten geboten werden und es auch dem Kunden gegenüber unfair ist, da dieser meist wohl gar nicht weiß was die Agentur mit seiner Seite so treibt.

Bessere Seiten

Eine Linktausch-Möglichkeit von der beide Seiten profitieren sind Blogs. Hier lassen sich super einfach Links aus den Artikeln oder aus der Blogroll abgeben, dies geschieht unauffällig. Außerdem kann man bei allgemeinen Blogs auch zu fast allem einen Artikel schreiben und so themenrelevant Links raushauen.

Goldene Regeln

Um Linktausch qualitativ zu betreiben gibt es aus meiner Sicht zwei goldene Regeln.

1. Every Site Must Pay It’s Own Rent

Wer Seiten für den Linktausch erstellt, sollte diese Projekte so benutzerfreundlich erstellen und soweit pushen, damit die Webseite mindestens die eigenen Kosten wieder einspielt, dies ist zugleich eine Qualitätskontrolle, Projekte die ihre eigenen Kosten nicht wieder einspielen, deren Links sind auch nicht sonderlich viel wert. Ein Link ist aus White-Hat-Sicht immer nur soviel Wert wie die Besucher, die ihn zu Gesicht bekommen: Wer mit Nüssen bezahlt, wird von Affen bedient. Wer soll einen gescheiten Link abgeben, wenn er im Gegenzug nur schrott bekommt? Daraus ergibt sich auch gleich die zweite Regel:

2. Was bringt der Link meiner Zielgruppe?

Wer seine Projekte pflegt, der sollte auch nur Links einbauen die auch für die Zielgruppe des Projekts interessant sind. Besonders wenn man Links aus Blogs raushaut kann das gefährlich sein, wenn man ständig Links zu Glücksspiel, Sex-Cams oder Gold Ankauf verbaut, obwohl das Thema des Blogs eigentlich Schulthemen sind. Mit etwas Phantasie kann zwar auch dann den ein oder anderen Link einbauen, aber nicht im Überfluss, die Besucher werden es merken und mit den Besuchern brechen auch eine ganze Menge natürlicher Links weg die auch ein Linktausch-Projekt dringend braucht. Also tut man sich selbst keinen Gefallen damit, Links zu verbauen mit denen die Zielgruppe nichts anfangen kann.

Ebenso vorsichtig sollte man bei Content/Artikeltausch sein. Besonders in Blogs ist es ratsamer den Text, in dem der Link erscheint, selbst zu schreiben, da jeder Artikel im Blog in einem einheitlichen Schreibstil gehalten werden sollte. Außer er wird klar als Gastartikel ausgewiesen.

Wer gerne mit mir qualitativ hochwertigen Linktausch betreiben möchte – und mit qualitativ hochwertig meine ich nicht hohen Pagerank – der kann sich gerne per E-Mail, Facebook oder Xing melden.

Googlebot Aktivität in den Logfiles mit GREP auswerten

Den halben Vormittag habe ich mich nun mit den Logfiles eines Projekts beschäftigt und bin verdammt geschockt darüber, dass ich in 4246 Datensätzen ganze 381 404-Erros gefunden habe. Wohlgemerkt alles Errors, die mir von den Google Webmaster Tools nicht angezeigt wurden. Ein Grund hierfür kann sein, dass die Webmaster Tools nur Errorseiten anzeigen die von irgendwo her verlinkt wurden. Aber auch Seiten, die einmal im Index gewesen sind (von keiner anderen Seite angelinkt werden) und nun nicht mehr existieren werden vom Googlebot noch regelmässig besucht. In meinem Fall ganze 381 Stück.

Ich habe heute meine Logfiles zum aller ersten Mal mit Grep ausgewertet. Grund hierfür war ein Blogpost, den ich bei conversionmarketing.com gefunden habe. Dank Grep habe ich mit wenigen Minuten Arbeit eine Textdatei erstellt, die mir alle Zugriffe des Googlebots in meinen Logfiles anzeigt. Das geht ganz einfach:

Auswirkungen von Twitterlinks auf das Ranking

Das Twitter und Co den Linkbait getötet haben kann ich inzwischen nicht mehr hören. Klar ist jedenfalls, dass weniger gebloggt wird seit Twitter flächendeckend genutzt wird. Besonders lustige Bilder oder News werden mal eben schnell geretweeted anstatt verbloggt. Doch auch Google muss irgendwie auf diese Bewegung reagieren bzw. reagiert haben.

Naheliegend ist es daher, dass Retweets bzw. generell das twittern von Links eine bestimmte Bedeutung beigemessen werden muss. Auch wenn die Twitterlinks mit dem Nofollow-Attribut versehen wurden. Denn Nofollow ist nicht gleich nofollow. Ein Nofollow-Link aus der Wikipedia ist immer noch um Längen wertvoller als ein Nofollow-Link aus einem WordPress-Blog-Kommentar o.ä. Um Twitter Links fair zu behandeln, müsste Google die Links also irgendwie bewerten. Entweder über Qualität oder Quantität.

Quantität: Je mehr Leute einen Link verbreiten, desto besser muss er sein.

Qualität: Google vergibt einen Trustrank für Twitteruser, User mit mehr Followern bekommen einen höheren Trustwert. Das Folgen von alten Twitterusern mit einem hohen Trustrank gibt dabei selbstverständlich noch mehr Trust als das von neuen Usern (Spamuser??) mit wenigen Followern. Diese Praxis kommt einem vom Pagerank schon irgendwie bekannt vor. Außerdem kann man sich vorstellen, dass Google bestimmte Faktoren ermittelt um Spamuser auszuschließen. zB User die erst seit 3 Tagen angemeldet sind, 1 Tweet geschrieben haben, 900 Leuten folgen aber selbst nur von 70 anderen verfolgt werden…


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