Wie gefährlich sind Links aus SEO-Netzwerken ?

Ich habe eine Linktauschanfrage bekommen, jemand bitet mir gleich eine ganze Reihe von themenrelevanten Domains an. Bevor ich eine Antwort gegeben habe, habe ich mir die Mühe gemacht die Domains zu analysieren. Das heißt, ich liste sie alle in einer auf, checke die IPs auf denen sie liegen und markiere sich wiederholende IPs – der Übersicht zur liebe – in der selben Farbe. Darüber hinaus checke ich die ausgehenden Links und an welcher Stelle sie unter gebracht sind (Footer ? Im Artikel? Microsites?) und auch die eingehenden Links. Bei den eingehenden Links schaue ich dann wieder wo diese herkommen, auf welchen Servern sie liegen etc.

Das ist natürlich ein bisschen Arbeit, die ich mir mache aber ich hoffe es lohnt sich. Denn so erkennt man sehr schnell offensichtliche Linknetzwerke. Mit einem offensichtlichen Linknetzwerk meine ich, dass die Domains

  1. wild untereinander verlinkt sind
  2. die ausgehenden Links gehen meistens auch auf die selben Seiten => hier wurden Linkpartnern mehere Links angeboten

prinzipiell habe ich überhaupt nichts gegen Linknetzwerke, wenn sie intelligent aufgebaut sind. Aber bei offensichtlichen bin ich lieber etwas vorsichtig. Denn ein Quality Rater erkennt dieses Netzwerk innerhalb kurzer Zeit.

Ich habe noch keine Erfahrungen damit gemacht, wie ein Quality Rater darauf reagiert, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, möchte ich behaupten, dass es fürs ganze Netzwerk ne Penality gibt.

Aber was passiert mit den Seiten, auf die dieses Netzwerk gelinkt hat?

Ich befürchte, denen geht es auch an den Kragen. Sicherlich werden sie nicht sofort ebenso mit Penalty bestraft, allerdings geraten sie in das Visier des Quality Raters. Wenn ich Quality Rater wäre und auf einer Seite in so einem Netzwerk noch einen Haufen Footerlinks sehen würde, dann würde ich mir nur eins denken:

das beleidigt meine Intelligenz!

ich würde das möglicherweise sogar als persönlichen Angriff auf meine Person verstehen und aus Wut und Enttäuschung über so viel unkreativität und Dummheit alle Linkpartner ohne große Recherchen kicken.

Aber selbst, wenn ein Quality Rater seine Gefühle viel besser im Griff hat als ich (abgehärtet durch die Dummheit der man über Jahre begegnet ist…) wird er sich die Seiten der Linkpartner auf jeden Fall mal ansehen und spätestens dann hat man genauso gelost.

Es wäre womöglich dumm von Google zu sagen, dass allein durch das Setzen eines Links aus einem ofensichtlichen Netzwerk eine Seite abgestraft werden würde, denn so könnte ich auch ganz einfach meine Konkurrenten bashen. Aber dennoch sind diese mit Vorsicht zu genießen.

Quad erat demonstrandum.

Buddypress in Aktion sehen

WordPress hat mich in den letzten Jahren begeistert und je mehr ich mich damit auseinander setze, desto besser gefällt es mir. WordPress überzeugt mit einem recht schlanken Grundgerüst, das eine wahnsinns Flexibilität aufweist. Das geniale daran ist, ich kann einfach alles daraus machen. Ich kann mit Plugins und Templates für die verschiedensten Ansprüche eine Lösung finden sei es eine simple Blogplattform oder ein leistungsstarkes CMS. Sogar e-Commerce Lösungen sind inzwischen kein Problem mehr und dank WordPress MU und insbesondere Buddypress kann ich sogar Social Networking Lösungen aufsetzen.

Natürlich gibt es auch Konkurrenzprodukte, beispielsweise Habari, die es zu beobachten lohnt. Doch bis WordPress seine Position als Platzhirsch unter den Bloggingsystemen aufgeben muss, wird noch einiges an Zeit vergehen.

Bis jetzt bin ich leider noch nicht in den Genuss von Entwicklung für WordPress MU gekommen, aber hoffentlich finde ich die Zeit bald.

WordPress MU ist ein verdammt starkes Tool, Buddypress sieht ebenfalls vielversprechen aus. Umso mehr wundert es mich, dass man darüber noch relativ wenig Facts findet. Auf WordPress.tv gibt es allerdings zumindest ein “Introduction to Buddypress” Video.

Auf Buddypress.org findet man einige Links zu Projekten, die bereits Buddypress verwenden. Darunter zum Beispiel Flokka. Eine englischsprachige Community für die moderne Businessfrau. Die Hauptfunktion ist natürlich WordPress MU gestützt. Karrieregeileorientierte Damen können Blogs anlegen und ihre eigenen Blogs verlinken. Das i-Tüpfelchen hierbei ist das Socialnetwork, das durch Buddypress umgesetzt wird.

Eis.de klagt vor dem Europäischen Gerichtshof

Ich bekenne mich hiermit öffentlich zu den Abonennten des Newsletters des Erotikshops “Eis.de“. Nicht, dass ich da einkaufen würde – nein nein – das ist nur Mitbewerberanalyse weil ich ein großes Erotikimperium plane ;-)

Heute flatterte der Newsletter rein und folgendes konnte ich ihm entnehmen (Zitat aus dem Newsletter):

Wir gehen für Sie durch alle Instanzen gegen namhafte Mitbewerber der Erotikbranche vor! Nach Landgericht, Oberlandesgericht, Bundesgerichthof und nach mehr als 2 Jahren sind wir jetzt am Europäischen Gerichtshof angelangt, um jedem Nutzer in Gesamteuropa die Möglichkeit zu geben, bei Eingabe eines Markennamen bei Google in den Werbeanzeigen auch Informationen von Mitbewerbern zu erhalten. – Jetzt blocken viele Mitbewerber Ihren Namen, um zu verhindern, dass Nutzer unsere günstigeren Preise finden.

Nur so können die Suchmaschinen den Verbrauchern wirklich ALLE Informationen ALLER Mitbewerber anzeigen: Wir sind sicher, dass wir bald die Suchmaschinenergebnisse europaweit in eine neue Dimension führen!

Eis.de führt eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (andere Instanzen haben sie schon durch) wegen Suchmaschinenmarketings. Dabei geht es darum, Mitbewerber bei Eingabe eines Markennamen ebenso angezeigt werden sollen  und dies auch nicht ausstellen können. Angeblich tuen dies namenhafte Mitbewerber der Erotikbranche, um zu verhindern dass dem Nutzer gleich klar wird, dass Eis billiger ist.

Ich hoffe ich habe die Problematik richtig verstanden. Leider habe ich über die Informationen im Newsletter hinaus nichts mehr zu diesem Verfahren im Internet gefunden auch nicht auf der Website des Erotikshops. Falls jemand mehr weiß oder “richtigere” Infos zu der Sache hat dann meldet euch bitte.

So nun wieder zur Newsletter-Mail. Die enthält nämlich einen sehr, sehr prägnanten Schlusssatz:

Nur so können die Suchmaschinen den Verbrauchern wirklich ALLE Informationen ALLER Mitbewerber anzeigen

Um das klar zu stellen: Wir reden hier von Anzeigenwerbung! Nicht von den organischen SERPs. Suchmaschinen versuchen, dem Nutzer ein möglichst qualitativ hochwertiges, heterogenes Resultat zu bringen. Die Anzeigenwerbung ist davon aber unbetroffen.

Eine Regelung einzuführen, die einem Websitebetreiber verbietet seine bezahlten Anzeigen, bei Suche nach bestimmten Markennamen, zurück zunehmen ist, kann nicht im Sinne des Erfinders sein.

Oder wie seht ihr das? Aufklärung, bitte!


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