Twittermarketing

26. Dez
2009

Schon mal einen Affiliatelink über Twitter verschickt? Ich ja, schon oft. Auch gerne über Magpie. Doch in Zusammenarbeit mit dem URL-Short-Dienst bit.ly kann es zu Problemen kommen. Schaut mal hier:

Bei manchen Affiliatelinks findet die gewünschte Weiterleitung statt. Bei anderen nicht.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=iyy6DU2t0qI[/youtube]

Anmerkung: Die Quali von meiner Bildschirmaufnahme ist leider suboptimal, beim nächsten Mal lade ich das Video bei Vimeo o.ä. hoch :-)

Für diejenigen die es im Video nicht erkennen können: bit.ly gibt bei manchen (nicht alle!) Affiliatelinks eine Warnung aus: “Warning – this site has been flagged and may contain unsolicited content.”

Alternativen:

  • Auf bit.ly verzichten und die volle URL posten.
    • Vorteile:
      • Man braucht sich keine Gedanken um die URL-Kürzung zu machen
      • Der Besucher sieht sofort wo der Link hinführt
    • Nachteile:
      • Keine Klick-Statistiken bei bit.ly
      • Man hat weniger Platz für Text
  • Nicht direkt auf das Partnerprogramm verlinken sondern auf die die Affiliatepage
    • Vorteile:
      • Man kann eine Landingpage erstellen die besser auf die Zielgruppe, die ich über Twitter erreichen möchte (z.B. Schüler, Studenten, Nerds etc.) zugeschnitten ist
      • Wenn der Link für den Besucher interessant ist, kann er ihn an Freunde weiterschicken, die dann möglicherweise auch auf den Affiliatelink klicken. (Würde der Besucher die “endgültige URL weiterschicken – ohne die Maskierung ad.zanox…. – würde der Cookie nicht bei den zukünftigen Besuchern gesetzt werden…)
    • Nachteile:
      • Der Besucher muss interessiert genug sein um einen zweiten Klick vorzunehmen (auf den Affiliatelink!) der Cookie wird also nicht automatisch gesetzt
  • Den Link zusätzlich maskieren. Zum Beispiel mit redir.ec
    • Vorteile:
      • bit.ly lässt sich austricksen
      • Man erhält eine Statistik auf redir.ec und eine auf bit.ly zusätzlich zur Affiliatenetzwerk Statistik hat man also eine Menge Daten zum auswerten (die sich auch oft voneinander unterscheiden…)
  • Nachteile:
    • Längere Ladezeit

Das ganze Funktioniert denkbar einfach. Man maskiert den Link erst mit redir.ec und gibt danach den redir.ec Link in die Magpie-Eingabemaske ein. Beim twittern wird der Link zusätzlich mit bit.ly maskiert.

By The Way: Das Verbreiten von Affiliatelinks über Twitter ist ggf. etwas gray. Ihr solltet auf Nummer Sicher gehen und das mit eurem Partnerprogramm vorher absprechen.

Qype Twitterbot

2. Dez
2009

Wenn ich mit dem iPhone in einer fremden Stadt unterwegs bin und ein Café oder eine Bar suche, würde ich normalerweise die integrierte Google Maps Funktion nutzen, meinen aktuellen Standpunkt auswählen und “Café” oder “Bar” oder etwas vergleichbares eingeben. Alternativ kann ich aber auch Twitter nutzen und meine Follower fragen, ob jemand aus dieser Stadt kommt und einen Tipp für mich hat. Oder ich befrage den Twitter-Bot DrQype des Online Bewertungsportals Qype.

Dieser Bot ist ein super Beispiel dafür, wie man einen Bot effizient und sinnvoll einsetzen kann. Ich schicke ihm einen Replay mit dem was ich suche und meinem aktuellen Standort und er antwortet mir mit den Top 3 Treffern zu meiner Anfrage.

Getestet habe ich es mit “Café Dortmund-Innenstadt“:

Qype-Twitterbot

Die Antwort kam direkt danach als Replay:

Dr. Qype (drqype) on Twitter

Diese Ergebnisse treffen 100% zu.

Dann habe ich direkt noch ein paar andere Versuche gestartet.

  • Pizzeria, Dortmund-Holzen
  • Bar, Bockenheimer Landstraße Frankfurt am Main – Ein Resultat gefunden: BLOCK HOUSE – leider ist dies keine Bar sondern ein Steakhouse :)
  • Irish-Pub, Dortmund – 2 Resultate gefunden (mehr gibt es auch nicht, glaube ich): HICC UP und Limerick’s

In meinem Twitterprofil steht: Dortmund | Franfurt am Main. Laut Qype, würde der Bot es auch auslesen, wenn man in den Profildaten eine Stadt angegeben hat, leider funktioniert es bei mir nicht da ich zwei Städte angegeben habe, oder? Doch es hat funktioniert!

Im Vergleich zu Google Maps

  1. Café Dortmund-Innenstadt
    In den SERPs wird kein Google Maps Ausschnitt angezeigt. Wenn ich aber auf Maps gehe, finde ich da mehrere Resultate.
  2. Pizzeria Dortmund-Holzen
    Kein Kartenausschnitt. Und auch Google Maps scheint mit der Suchanfrage überfordert. Komischerweise gibt es aber ganz sicher eine Pizzeria in Holzen und erst Recht in der Umgebung… ;)
  3. Bar Bockenheimer Landstraße Frankfurt am Main
    Endlich kann Google mal punkten. Da wo der Qypebot leider nicht soviel gefunden hat findet Google Maps eine ganze Menge. In den SERPs sogar auf Platz 1:
    Bar Bockenheimer Landstraße Frankfurt am Main - Google-Suche
  4. Irish-Pub Dortmund
    Qype hat zwei gefunden und Google findet nur einen.
    irish pub dortmund - Google-Suche
  5. Subway
    Also in den SERPs zeigt mir Google keinen Ausschnitt aus Google Maps an. Dafür aber einige, wenn ich direkt auf Google Maps klicke.

Fazit: Der Bot ist noch nicht ausgereift. Die Idee und der Ansatz sind aber schon sehr gut!

Weiterführend es im Qypeblog.

SchülerVZ und der “Datenraub”

16. Nov
2009

Es wundert mich, dass ich in der Bloggosphäre bisher so wenig über den Datenraub im deutschen Facebookklon größten deutschen Social Network aus dem Hause Holtzbrinck gelesen habe.

Vor einiger Zeit wurde der Fall eines jungen Mannes bekannt, der im Internet u.a. unter dem Pseudonym exit bekannt war. Er sammelte mit Hilfe eines Crawlers Datensätze aus dem SchülerVZ. Dazu zählten allerdings nicht nur – wie die Verantwortlichen des VZs behaupten – Daten, die öffentlich auf den Profilen einsehbar waren sondern auch solche, die auf Privatgeschaltet wurden und dennoch über die Suche abfragbar waren.

Das bedeutet: Wenn ich bswp. einstelle, dass nur meine Freunde mein Alter ( X ) sehen können, dann wird dieses nicht auf meinem Profil angezeigt. Wenn ich aber nun das SVZ durchsuche und mir alle Leute auf einer Schule ( Y ) anzeigen lasse, die X Jahre alt sind, so wird auch mein Profil angezeigt. Also wenn man so will, eine Datensicherheitslücke. Dies galt wohl auch für alle anderen Profildaten, die über die Suche abfragbar waren, selbst wenn das Profil komplett auf Privat gestellt war. Inzwischen ist die Lücke gefixxt. Außerdem wurde bei SVZ die Anzahl der Abfragen in einem bestimmten Zeitraum reduziert. Das bedeutet man bekommt schneller als früher ein Captcha angezeigt. Doch nun kommt der interessante Teil.

Matthias wurde wegen eines angeblichen Erpressungsversuches in Untersuchungshaft genommen, in der er sich vor zwei Wochen das Leben nahm. Angeblich habe er von den Betreibern in einem Treffen 80000 € gefordert, da er die Datensätze sonst veröffentlichen würde. Inzwischen tauchten aber IRC-Logs zwischen Matthias und einem Holtzbrink-Mitarbeiter auf. Dort wurde Matthias darum gebeten, mit der Veröffentlichung der Sicherheitslücke zu warten, bis sie von Betreibern des VZs gefixxt wurde. Dies ist keine unübliche Reaktion in der Branche. Laut der Chatverläufe wurde dem 20 Jährigen sogar Schweigegeld geboten. Daher erwägt der Anwalt des Verstorbenen nun Anzeige gegen vier der Mitarbeiter aufgrund uneidlicher Falschaussage und falscher Verdächtigung.

Dazu gibt es übrigens im offiziellen VZ-Blog eine Stellungnahme. Hier nachzulesen.

Und hier noch ein kurzer Artkel von Spiegel Online.

Vielleicht sollte ich meine Accounts im VZ endgültig löschen. Mit solchen Menschen möchte ich nichts zu tun haben.