lustige SEO Fundstücke
Mittwochs leide ich unter chronisch schlechter Laune. Erstens weil dies (zumindest in den letzten 10 Wochen!!!) der einzige Tag war, an dem ich zur ersten Stunde Unterricht hatte und dem zur Folge um 06:45 das Haus verlassen musste. Zweitens, weil ich an diesem Tag nur Doppelstunden habe und in Doppelstunden gerne einschlafe. Und drittens weil ich Mittwochs noch einen ausgeblockten Relikurs von 18:00-20:xx Uhr habe. (Das muss man sich als Schüler mal reinziehen). Insgesamt habe ich an diesem Dreckstag sogar 9 Stunden! (Ich sprach anfangs von Doppelstunden, aber mein Relikurs ist sogar 3Stündig am Stück!). Und folglich erst um 21:00 Uhr zu Hause bin! Kurz und gut: Ich hasse den Mittwoch.
Aber Tameco und SEODeluxe haben meinen Tag gerettet, das ist mir auch einen kurzen Blogpost (bevor ich mich aufmache und zu meinem Relikurs fahre) wert.
Google/Youtube vs. Meinungsfreiheit
Dank Blogoff habe ich dieses interessante Video gefunden. Reinschauen lohnt sich.
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Zp9lqK7H3n0[/youtube]
Kurze Erklärung:
Google hat vor einiger Zeit das Projekt “Google Free Expressions” gestartet, dieser Kanal beinhalet Videos, die zeigen sollen wie super sich Google für Meinungsfreiheit einsetzt. Der Youtubeuser FFreeThinker greift in seiner Videoantwort ein Video von Google auf und beurteilt es kritisch.
Silvio Berlusconi ist der Mister Burns von Italien

Der Mittwoch war ein rabenschwarzer Tag für Italiens Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Das italienische Verfassungsgericht kippte das von Berlusconi verabschiedete Gesetz der Immunität des Ministerpräsidenten. Berlusconis Gesetz verletze den Verfassungsgrundsatz, dass alle Menschen vor dem Gericht gleich seien, hieß es als Urteilsbegründung.
Nun muss er mit der Wiederaufnahme mehrerer Korruptionsverfahren rechnen. (Berlusconi verliert Immunität)
Aber das ist nicht der einzige Grund, warum ich Silvio Berlusconi einen Blogartikel widmen möchte. Denn ich muss zugeben, dass ich diesen Blogpost schon seit längerer Zeit im “Entwurf-Ordner” liegen gehabt habe und nur auf den passenden Augenblick gewartet habe um ihn endlich zu veröffentlichen. Silvio Berlusconi reiht sich nämlich zusammen mit Michel Friedman und Henryk M. Broder perfekt in die Reihe der “Helden meiner Kindheit und Jugend” ein.
Mal ganz im Ernst. Dieser Typ ist genial, er ist sicherlich nicht das Beste was Italien passieren kann. Ganz im Gegenteil aber macht ein geniales Brandmanagement. Und der Brand Silvio Berlusconi ist in Italien sicherlich genau so stark wie Barack Obama in den USA und hundert Mal stärker als das Corporate Identity einer Angela Merkel in Deutschland.
Viele seiner politischen Entscheidungen kann man im restlichen Europa nicht ganz nachvollziehen, ich erinnere an dieser Stelle an die Komapatienten Eluana Englaro. Hier wollte Berlusconi die “Sterbehilfe” (durch das Verzichten auf lebenserhaltende Maßnahmen) der Komapatienten verhindern, in dem er die Mediziner per Gesetz dazu zwingen wollte, die künstliche Ernährung wieder aufzunehmen (Berlusconi schürt Streit um Sterbehilfe). Dieses Verhalten ist für einen Christdemokraten (Berlusconis Partei Popolo della Libertà ist vergleichbar mit der CDU CSU in Deutschland) noch nicht sonderlich verwunderlich, sein “privates” Verhalten dafür aber umso mehr. So zum Beispiel seine Affäre zu der damals minderjährigen gerade volljährig gewordenen Noemi Letizia. Oder beispielsweise seine Entscheidung eine Transsexuelle in das Europäische Parlament zu holen. Insgesamt, kann man sagen, dass diplomatisches Verständnis und Geschick unter der Regierung Berlusconis keine Garanten für politischen Erfolg sind. Der Ministerpräsident – und ehemaliger Vereinspräsident des AC Milan – brüstet sich viel mehr damit, dass “das Auge mit esse” und entscheidet bei der Aufstellung von Kandidatinnen für das Europaparlament nach der Optik (Showgirls und Prinzen für Europa), böse Zungen behaupten, man würde dem Europaparlament mit dieser Kandidatur süffisant seine Unbedeutenheit vorführen. Außerdem ist das Aussehen der Abgeordnetinnen auch immer wieder ein gutes Argument für die Überlegenheit Rechtsfraktion: “Die Frauen der Rechten sind mit Sicherheit hübscher” (8.4.08, radio anch’io) (und auch sonst ist man von Berlusconi ähnlich geistreiche Argumentationen gewohnt: “Keiner meiner Minister ist so gut bestückt wie ich” – 24.01.04).
Doch nicht nur im Verhalten mit dem Europaparlament oder anderen europäischen Politikern (bspw. ließ er – siehe Video – NATO-Gipfel-Gastgeberin Angela Merkel wegen eines Telefonats mit Erdogan bei der Begrüßung stehen und spazierte lieber mit dem Handy telefonierend am Rheinufer entlang… außerdem verglich er den deutschen Abgeordneten Martin Schulz mit dem Kapo in einem KZ) bringt Berlusconi seine Dreistigkeit und Süffisanz zum Ausdruck. So sagte er bspw. als Verteidigung zu seinem ersten Immunitätsgesetz 2003
Es ist richtig, dass alle vor dem Gesetz gleich sind, aber ich bin gleicher, weil mich die Mehrheit des Volks gewählt hat.
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=mWgHDPxPf_A[/youtube]
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