Dortmund-Phoenix

16. Jun
2010

Das wäre ja das erste Mal, dass mir ein Schild sagt was ich zu tun habe…

Heute folgt endlich ein Artikel, den ich schon sehr lange in meinem Task-Management-Programm liegen habe. Ein Stückchen Dortmunder Heimat gepaart mit einer kühlen Biertest Auswertung. Bereits am 25. April war ich auf dem Dortmunder Phoenix Gelände um mein neues Kamerastativ auszuprobieren. Dabei sind ein paar ganz nette Bilder entstanden, mit denen ich als Hobbyfotograf doch sehr zufrieden bin.

Den Anfang machte dieses Schild, nein es ziert nicht den Eingang von Willy Wonkas Schokoladenfabrik sondern das abgesperrte Gelände der ehemaligen Anlage Phönix West in Dortmund-Hörde.

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Phoenix West war das Gelände auf dem das Hochofenwerk des Hörder Bergwerks- und Hüttenvereins zu finden war. Hier wurden 1853 24.000 Tonnen Rohstahl. 1906 brachte die Produktion mit 6200 Mitarbeitern es sogar auf eine halbe Millionen Tonnen Stahl.

WTF is Carlo-Schmid?

Das ist eine Frage die sich beim Anblick dieses Bildes zwangsläufig stellt. Die Carlo-Schmid-Allee über Google Maps zu finden war übrigens ein Kampf, man möge es mir also verzeihen, wenn ich den Standpunkt der Aufnahmen nur ungefähr in der beiliegenden Map angegeben habe.

Carlo Schmid (Karl Johann Martin Heinrich Schmid 1896-1979) war Politikerder SPD. Er gehörte zu den Väter des deutschen Grundgesetzes und war von 1966-1969 Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder. Außerdem gehörte Carlo Schmid von 1961-65 zur Regierungsmannschaft von Willy Brandfür den Fall eines Regierungswechsels und kandidierte für das Amt des Bundespräsidenten.

Carlo Schmid starb am 11. Dezember 1979, bis zu seinem Tod war er Koordinator für die deutsch-französischen Beziehungen.

Einen speziellen Bezug zu Dortmund oder zum Phoenix-Gelände hat er allerdings nicht. Anders als der Iserlohner Fabrikant Hermann Diedrich Piepenstock, dem in Hörde ebenfalls eine Straße und ein Platz gewidmet sind.

Ebenfalls auf dem Gelände Phoenix-West befindet sich die Phoenix-Halle, die inzwischen als Veranstaltungs- und Ausstellungshalle u.a. für die Medienkunstausstellungen des Hartware medien kunst Vereins.1

Die Halle diente bis zur Stilllegung der Hochöfen als Reserveteillager.

Hier kann man eine der Hallen auf dem Phoenix-Gelände auch von innen sehen. Betreten war verboten und diesmal hielt ich mich auch dran.Die Aufnahmen wurden durch ein kaputtes Fenster gemacht :D

Das ehemalige Phoenix-Gelände dient inzwischen als Standort für viele Dortmunder Firmen, außerdem entsteht direkt in der nähe der künstliche angelegte Phoenix-See mit einer Wasserfläche von 24 Hektarn. Die Seeflutung beginnt Ende diesen Jahres. Rund herum entsteht ein Naherholungsgebiet mit Wohngebieten. Das stillgelegte Hochofenwerk Phoenix-West soll als Wahrzeichen erhalten bleiben.


Auf den folgenden Bildern sieht man die Hochöfen auf dem Gelände Phoenix-West noch genauer. Sie wurden 1998 stillgelegt. Die Anlagen auf dem nicht weit entfernten Produktionsgelände Phoenix-Ost wurden erst im Jahre 2001 stillgelegt. Nach der Stilllegung von Phoenix-Ost durften chinesische Koopeationspartner von ThyssenKrupp sich an der übriggebliebenen Ausrüstung bedienen. Die Chinesen prüften daraufhin genaustens den Zustand der Anlagen auf dem Gelände Phoenix-Ost und bauten Teile davon aus um sie in China weiterzuverwenden. Allerdings wurden letztendlich weitaus weniger Anlagen ausgebaut als ursprünglich geplant, da nicht mehr alles in einem einwandfreien Zustand war und sich so der Ausbau und der Transport nach China sich nicht für den Kooperationspartner Angang Steel gelohnt hätte.

Ein paar Worte zur Ausrüstung:

Fotografiert wurde mit meiner Canon EOS 350D und dem Tamron AF 18-200mm 3,5-6,3. Das Objektiv habe ich im Herbst 2009 bestellt und vor meinem Ausflug zum Phoenix-Gelände noch nicht großartig genutzt. Inzwischen kam ich aber mehrfach dazu es auszuprobieren. Tamron ist bekanntlich nicht das hochwertigste, was man an Kameraobjektiven anschaffen kann. Der Autofokus ist relativ langsam, es empfiehlt sich also nicht Tiere oder Kinder mit dem Autofokus zu fotografieren. Hinzu kommt, dass das Objektiv nicht besonders Lichtstark ist. Für die Bilder auf dem Phoenix-Gelände war es allerdings vollkommen ausreichend. Dennoch werde ich wahrscheinlich in den nächsten Monaten noch ein weiteres Objektiv anschaffen.

Übrigens hat mich dieses Graffiti bereits auf eine Idee zu einem neuen Blogartikel gebracht. Die Bilder in voller Größe gibt es übrigens in meinem FlickR-Account.

Nun aber zur Auswertung der Dortmunder Biere die ich getestet habe. Leider gelang es mir nicht alle Dortmunder Biere zu testen, aber zumindest einen Teil habe ich geschafft. Neben dem Dortmunder Kronen Export, das ich mir bereits ganz am Anfang meiner Karriere als Biertester vorgenommen hatte, testete ich noch Brinkhoff’s und Stifts. Bei meinem Gewinnspiel vom Tag des Bieres hatte übrigens der Simon auf Facebook gewonnen.

Trotzdem danke an alle Teilnehmer: Mario, Sven, Master of Beer, Lea und Simon.

Meine Meinung zum Stifts und Brinkhoffs würde den ohnehin schon sehr langen Artikel sprengen. Deswegen kommt der Review in den nächsten Tagen, außerdem wird es am Ende der Woche auch endlich einen Testbericht über das Bergmann Bier geben auf das mich Mario nun schon mehrfach aufmerksam machte.


Anmerkungen:

  1. Mehr dazu in der Wikipedia oder hier []

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