Der heterogene Backlinkpool
Kommt lasst uns Urlaub in SEOrabien machen, dort sind die Backlinkpools richtig hetero – und so!
Ausschlaggebend, für diesen zugegebenermaßen sinnfreien Einleitungssatz war eine kleine, grundlegende Diskussion zu nofollow von Partnerprogrammen, die ich heute hatte. Kernaussagen meines Statements:
1. Es hat für die Seite keine Nachteile, man kann natürlich argumentieren, dass die Seite als “überoptimiert” auffallen könnte und man so als SEO enttarnt wird, aber das ist prinzipiell nicht schlimm. Ich denke, dass der Bot diese Überoptimierung schon erkennt allerdings nicht sofort durch Abstrafung o.ä. reagiert sondern nur “vorsichtiger” wird und auf weitere Anzeichen von Manipulation o.ä. achtet. SEO ansich ist ja auch aus Googles Sicht (zumindest offiziell) nichts verwerfliches.
2. Wenn du Pagerank Sculpting betreibst kann es sinnvoll sein die PPs mit nofollow zu maskieren, da du den Trust so gezielt auf deine Landingpages lenken kannst. Allerdings traue ich dem Bot auch zu, dass er Werbelinks (zumindest PPs – keine gekauften Links!) algorithmisch erkennt.
3. Ich denke außerdem dass nofollow Links sowohl etwas bringen, da sie (1) das möglichst “natürliche”, heterogene Backlink-Bild abrunden und der Linkaufbau so natürlicher erscheint und (2) denke ich sogar, dass Google lang anhaltende nofollow Links von authorities (z.B. wikipedia links) positiv wertet – wenn auch nicht gleichbedeutend mit follow Links.
4. Man bestraft niemanden mit einem nofollow Link, die Links sind in keinster Weise schädlich. Das PP braucht sowieso keinen PR, eure PPs übertragen in den meisten Fällen über die URL eure affiliate ID und werden deswegen nicht in den Index übernommen (so sollte es zumindest sein) da man sonst ne menge Dublicat Content erzeugen würde… es bringt also dem PP garnichts wenn man ihm noch Trust zuschiesst
Anmerkung: Ich nenne den Namen des Forums, in dem dies stattgefunden hat bewusst nicht. Solltest du wissen um welches Forum es sich handelt so bitte ich dich es mir gleich zu tun und mich nicht in den Comments zu outen. Es muss (noch) nicht jeder wissen, wo ich sonst noch unterwegs bin
In meinem Zitat stecken sowohl Fakten als auch eigene Hypothesen, über die ich durchaus bereit bin zu diskutieren.
Ich bin ein Verfechter des kreativen Linkaufbaus und finde schnöde Footerlinks oder einfacher Blogrolltausch ist eine Beleidigung für die Szene langweilig.
Linktausch ansich ist vollkommen legitim und auch das kaufen und verkaufen von Links, Artikeln inkl. Links oder ganzen Projekten verstösst zwar gegen die Term of Use von Google ist aber deswegen noch lange nicht asozial, inhumanitär oder scheiße.
Meine persönlichen Prognosen für das Jahr 2009 und die Zukunft von SEO sind folgende:
- Wir bereits oben beschrieben, sollte der Linkaufbau möglichst heterogen sein. Das heißt sowohl Links von statischen Seiten als auch von dynamischen, Links von authorities und auch von Blogs. Alte und neue Links und natürlich auch variable Linktexte. Keywordlinks sind enorm wichtig und ausschlaggebend für das Ranking, aber auch weniger wertvolle Links wie beispielweise einfach nur “Klick hier” als anchor-Text runden das Gesamtbild sinnvoll ab. Auch nofollow Links tragen dazu bei den Linkaufbau möglichst natürlich erscheinen zu lassen.
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- Social Media besitzt einen Mehrwert. Das allein macht es cool. Einträge in Social Bookmark Dienste einfach nur wegen der Links sind aus meiner Sicht pure Zeitverschwendung. Wer das als Linkaufbau betreibt tut wohl besser daran einen Bot die Sache erledigen zu lassen und seinen Kopf für kreativeres zu benutzen. Social Media bedeutet: Sei ein Teil der Community und biete einen Mehrwert der freiwillig verlinkt wird. Follow- Social Media Links sind ein cooler Bonus. Aber nofollow Social Media Links sind vielleicht sogar noch wertvoller. Denn diese zeigen Google: Man stellt hier Inhalte ein, die Mehrwert bringen und nicht weil man ein paar Backlinks abgrasen will. Wenn die Szene Social Media dauerhaft als Backlinkhure benutzt führt dies nur zur Abstrafung von Social Media. Über kurz oder lang wird Google sicherlich auch (sofern dies noch nicht geschehen ist) etwas inden Algo integrieren um die Links aus Social Media Diensten anders zu werten.
- Backlinks sind cool wenn sie vielfältig sind. Ich liebe die Bloggosphäre. Ich glaube es gibt für aktuelle Themen nichts cooleres als Links aus der Bloggosphäre. Denn wie wir alle wissen (sollten?) besitzt der Google Algo etwas, das sich QDF nennt.
Query deserves freshness
Um bestimmte Hypes algorithmisch erkennen zu können hat Google QDF in den Algo implementiert. Anhand von exponentiell ansteigenden Suchanfragen erkennt Google bestimmte Hypes und listet automatisch Content besser, der aktuell erscheint.
Hier von profitieren in erster Linie Blogs. Diese haben den Ruf enorm aktuell zu sein, zudem genießt die Bloggosphäre zu Recht den Ruf, dass sich Informationen über sie wie ein Lauffeuer verbreiten. Dies kann bisher wohl nur Twitter toppen.
Links aus der Bloggosphäre müssten demnach für aktuellen Content (z.B. bei Zeitungsportalen) besonders wertvoll sein.
Authorities werden wichtiger
Die Qualitätsanforderungen an Links nehmen von Jahr zu Jahr zu. Die Ära als man noch mit einigen Webkatalogen, Pagerankdiensten und gute Ergebnisse erzielen konnte wurde längst zu Grabe getragen. Inzwischen kamen Diskussionen über das semantic web und somit latent semantic optimization auf und natürlich die Wichtigkeit von Authorities.
Google unterscheidet grundsätzlich zwischen Authorities also auf deutsch Autoritäten und Hubs. Hubs sind sozusagen Verteiler. Das klassische Beispiel für einen Hub ist ein Blog. Man verweist auf andere Seiten (zumeist Authorities) und kommentiert es noch einmal von seiner Seite aus. Hubs sind ein bisschen so wie Leute die zum untermauern ihrer eigenen Argumente die Meinung von Experten hinzuziehen und diese zitieren. Die Experten hingegen sind die Authorities. Sie brauchen ihre Argumente nicht mit Expertenmeinungen begründen, denn schließlich sind sie Autoritäten auf ihrem Gebiet.
Klassische Beispiele für Authorities sind somit die Wikipedia, Spiegel Online oder Seiten von Universitäten. Sie kriegen von Google automtisch einen Rankingbonus (kann man bei Wiki recht gut beobachten) und ihre Links sind ziemlich wertvoll.
Eine Authorities links auf mich, also bin ich.
Im Zuge der Sicherung von Qualitätsstandards werden Authorities zunehmend wichtiger (noch wichtiger!).
Ich bin leider zu faul um dort weiter drauf einzugehen. Ich denke es ist alles gesagt.
Pagerank – Schwanzvergleich muss sein.
Dieser dumme, grüne Balken. Ich glaube ich hasse ihn langsam.
Erst neulich verweigerte mir jemand in einem Hobbywebmasterforum einen Linktausch, da der von mir angeprießene Blog 1. nur einen PR von 2 habe und seiner schließlich einen von 3 und 2. ich laut GOOGLE nur x Backlinks habe.
Sorry das ist Offtopic. Aber das muss ich mir einfach mal auf der Zunge zergehen lassen, da hat jemand meine Links mit Google gecheckt… #fail!
Zu meiner Verteidigung (ich steh nämlich auch auf Schwanzvergleich) muss ich sagen: Der Blog hatte deswegen einen PR 2 weil ich beim Linkaufbau darauf gesetzt habe die etwa 3k Backlinks sorgfältig auf verschiedene Hubs sprich Unterseiten/Landing Pages zu verteilen. Und außerdem überwiegend Links aus dem Content hatte und keine Startseitenlinks. Da ist es doch legitim nen PR 2 zu haben… aber ok ich sag nichts mehr…
Doch genau dies ist der Trugschluss vom PR und genau dies ist der Grund warum man endlich von diesem grünen Balken weg kommen sollte.
Der Pagerank auf meiner Startseite kann doch nur dann hoch sein, wenn ich massig viele Startseitenlinks habe die von PR starken Seiten stammen.
Dies würde in sofern etwas bringen, dass ich intern meinen Trust super auf meine Landingpages steuern kann und dabei noch verdammt flexibel bin. Denn wenn ich meinen Fokus mal ändere, bastel ich einfach die interne Verlinkung etwas um.
Wenn aber der Trust den ich von außen bekomme bewusst von vorne herein von themenaffinen Unterseiten stammt (die logischerweise nicht so nen hohen PR haben, denn auch ihre Backlinks stammen meist von themenaffinen UNTERSEITEN) und bewusst auf spezielle Unterseiten gelenkt wird. Dann müsste doch klar sein, dass der PR auf meiner Startseite nicht so hoch ist.
Wenn der PR auf meiner Startseite dann noch hoch weil ich z.B. Authorities habe die von starken Unterseiten oder der Indexpage auf meine Startseite linken, dann ist es natürlich der Idealfall. Nur der tritt wohl eher selten ein…
Ich vertrete sogar die These, dass es auf Dauer sinnvoller ist den zweiten Weg zu gehen und den Trust von vorneherei auf meine Landingpages zu planen. So kann ich auch den Trust von eben diesen Seiten auf passende weitere Unterseiten lenken. Von meiner Frontpage aus kann ich das ja je nach Linkstruktur nicht unbedingt tun…