Kleine Affiliateseiten vs. umfangreiche Projekte
Die meisten Neueinsteiger unter den SEOs beginnen mit kleinen Affiliate Seiten, die meist auf WordPress aufgesetzt sind. Sie werden mit einem Freetemplate (oder auch einem gekauften) versehen, einigen Seiten Content gefüllt, man baut die entsprechenden Links ein und kümmert sich dann mittels Linktausch und Linkkauf um das Ranking und kassiert.
Es gibt aber auch die Möglichkeit umfangreiche, große Projekte aufzusetzen. Allerdings erfordert dies einfach viel mehr Know-How. Sowohl SEO technisch (klar, es ist sehr viel anspruchsvoller ein gutes internes Linkbuilding für eine Seite mit vielen Unterseiten, einem extra Blog, ggf. einem Forum usw… zu bauen als bei einer simplen Affiliatesite mit 10 Unterseiten…) als auch auf anderen Gebieten. Aufgaben wie die Programmierung und das Design lassen sich zwar outsourcen (wozu man Geld braucht, also auch nicht unbedingt für den blutigen Anfänger geeignet). Aber das eigentlich “Management” eines großen Projekts erfordert trotzdem viel Erfahrung.
Aufbau
Die kleinen Affiliate Pages sind simpel aufgebaut. Wie bereits zu Beginn erwähnt bestehen sie i.d.R. aus einem Blog auf WordPressbasis, der mittels eines Themes nicht ganz so dynamisch gehalten ist. Die Kommentare lässt man raus, die Tagcloud ebenfalls und verlinkt die wichtigsten Unterseiten von allen Seiten aus. Meistens sind es ja nicht ganz so viele. Hier kommt nun noch ein bisschen Linktausch bzw. -kauf hinzu um die Seite zu pushen und voilá. In vielen Bereichen (besonders in Nischen) kann man damit ohne große Mühe noch viele Sales generieren.
Größere Projekte hingegen sind von grund auf umfangreicher. Man macht sich Gedanken über eine sinnvolle Linkstruktur (sowohl Trustverteilung als auch für die User durchschaubar…), je nach dem welche Marketingstrategie man anstrebt (Social Media Kram?) werden ein Blog und ein Twitteraccount angelegt. Möchte ich, das meine User sich anmelden? Soll es ein Forum geben? usw usw usw usw… wie kann man das alles sinnvoll miteinander verbinden? Muss dazu eine optimale Lösung programmiert werden oder kann man ggf. ein CMS (Drupal, Joomla etc.) benutzen? Oder kann man eine sinnvolle Mischung aus beidem machen, den Hauptteil selbst bauen und ihn mit WordPress und einem phpBB verbinden?
Finanzierung
Klar, Affiliatezeugs. Wenn ich gezielt auf bestimmte Suchbegriffe optimiere, kann ich einige gute Sales generieren. Dafür eignet sich die kleinere Seite oft besonders. Aber für viel mehr evtl. dann nicht mehr. Man kann noch Linkverkauf ins Auge fassen. Aber ansonsten lassen sich mit einer kleinen, übersichtlichen WordPresspage keine großen Sprünge machen.
Anders ist es bei umfangreichen Projekten. Man kann bestimmte Landingpages einbauen um gezielt auf Keywords zu optimieren und vom Trust des Gesamtprojektes profitieren. Hier ist aber auch wieder SEO Geschick gefordert, denn immerhin ist es nicht optimal von der Startseite (am besten noch im Footer) auf alle meine Keywordpages einzeln zu verlinken. Intelligenter wäre es, aus Artikeln auf der Page, ggf. aus Forenbeiträgen, aus dem Blog usw. immer Deeplinks auf die Keywordseiten zu setzen.
Doch wenn ich eine starke Domain habe, dann kann ich nicht nur simples Affiliate Marketing machen. Ich kann noch viel flexibler und kreativer Arbeiten und bestimmte andere Leistungen anbieten. z.B. eine “VIP Membership” meiner Community oder ich biete Dienstleistern die Möglichkeit sich auf der Page vorzustellen. Das erfordert natürlich mehr Arbeit und mehr Erfahrung in den Bereich, kann aber auch sehr viel mehr bringen. Zum Beispiel wenn es mir gelingt mit meinem Projekt eine Art Monopolstellung in meinem Umfeld zu erreichen. Ein guter Mix aus Affiliate und alternativen Einnahmequellen ist sicherlich eine solide Lösung.
Linkbuilding
Wer eine kleine Affiliateseite hat, der kann oftmals nicht ganz so kreativ arbeiten. Linktausch und -kauf steht auf der Tagesordnung. Vielleicht mal ein Gewinnspiel, klar Communitymanagement und Zusammenarbeit mit der Bloggosphäre gibt es auch irgendwie ist aber in Bereichen wie Finanzen oder Versicherungen sicherlich kein großer Aufhänger.
Bei umfangreichen Projekten sieht es vielfach anders aus. Hier liegt der Reiz im Community Management, ich nenne es mal “building communities”. Also eine Szene um sein Projekt herumbilden. Stammleser, die ggf. auch einen Blog zum gleichnamigen Thema haben, diese Leute kann man versuchen einzuspannen, so dass sie in ihrem Blog auch über das Projekt berichten. Wenn eine gewisse Akzeptanz von der Bloggercommunity vorhanden ist, ist es auch sehr viel leichter bestimmte Aktionen zu starten. Dann entscheidet nicht mehr alleine der Wert des Gewinnes sondern auch bestimmte Sympathiepunkte die bereits für das Projekt vergeben wurden.
Fazit:
Klar, große Webprojekte sind eine Königsdisiplin. Man kann sich kreativ austoben, wahnsinnig viel Geld machen und natürlich auch Macht haben (Monopolstellungen… Brandmanagement etc sind nur einige Begriffe die in diesem Zusammenhang genannt werden sollten…). Aber man kann sich damit auch schnell eine blutige Nase holen, wenn das nötige Know-How und die Erfahrung fehlen. Deswegen ist es für den Anfang schon ganz gut mit kleinen Contentprojekten Erfahrungen zu sammeln und: hey da liegt auch viel Geld auf der Straße
PS: Was mich zu dem Artikel inspiriert hat Create a Online Presence and Linkable Brand