SEO im Wandel

Ich weiß garnicht mehr, wie ich darauf gekommen bin. Ich glaube der Auslöser war, dass ich auf ein paar Notizen geguckt habe, die ich mir zum WordPress SEO Tutorial von Joost de Valk gemacht habe. Ich habe mich gefragt, in wie weit klassische SEO Regeln eigentlich noch in die Gewichtung fallen. Bzw. das Einhalten von solchen Regeln im Gegensatz zum drum-herum steht.

Mit drum herum meine ich, die natürlichste Form von Seiten gestaltung. Google und Konsorten wäre es wahrscheinlich am liebste, wenn man als Webmaster seine Seite ienfach nur ins Netz stellen würde ohne sich jemals Gedanken über SEO zu machen. Warum ? Weil man den Indikatoren mit deren Hilfe Google das Ranking berechnet dann besser “vertrauen könnte”.

Warum? In Kurzform. Vielleicht etwas undifferenziert, vereinfacht. Aber es ist mir egal. Für alle die sich in den Comments darüber ausheulen möchten, dass ich eine hochkomplexe Materie in wenige Sätze zusammenfasse und man das pauschal ja so nicht sagen kann: tut euch keinen Zwang an :-)

Die Idee des Pageranks war ursprünglich eine ganz vernünftige Sache. Je mehr Seiten zu einem Linken, desto mehr Trust, da Google sich denken konnte “hey der ist wichtig, den linken viele”. Wenn mich eine Seite verlinkt hat, die viel Trust hatte, dachte Google “Wenn so eine wichtige Seite einen Link zu dem setzt, dann muss der auch wichtig sein” und so weiter und so fort… etwas mehr abstrahiert und durchdacht ergab das die Formel des Pageranks. Diese Grundidee des Pageranks war eine solide Basis für ein nachvollziehbares Ranking. Als einige Leute allerdings feststellten, wie man sowohl den Pagerank als auch die Pagerankanzeige (irgendwann wann konnte man den gesamten Siterank nicht mehr mit der Pagerankanzeige gleichsetzen, aber DAS ist eine andere Geschichte…) manipulieren konnte, musste sich die Gewichtung verändern.

Mit der Zeit änderte sich die Gewichtung, andere Indikatoren wurden hinzugenommen und die Prioritäten verlagert. Schon nach kurzer Zeit zählte nicht mehr nur die reine Quantität von Links sondern auch die Qualität (siehe thematischaffines Umfeld… bla bla bla… dazu später mal).

So bevor ich komplett den Faden verliere und wieder einen Artikel schreibe, der so lang wird, dass ihn niemand liest: back to topic.

Sobald Menschen davon wissen, dass es eine Möglichkeit gibt etwas zu ihren Gunsten zu manipulieren. Wird es Menschen geben die dies tun.

Dies steht natürlich nicht im Interesse von Google, ganz im Gegenteil. Also wäre es Google wohl am liebsten, wenn niemand etwas von SEO wüsste und die Leute einfach ihre Webseite ins Netz stellen und damit gut. Den Rest übernimmt die Suchmaschine dann.

Aber was macht man dann, wenn der Bot vergeblich nach Headlines auf der Seite sucht aber keine findet? Was ist, wenn Google alle Menschen die von SEO wissen einfängt und auf eine einsame Insel sperrt und dann nur noch SEO-uneingeweihte Webmaster ihre Seiten ins Netz stellen und sich denken “ach H1 ist so ein hässlicher Tag machen wir einfach <div id=”ueberschrift”> und passen den Rest mit CSS an”

Würde es dazu kommen, müsste Google seine Gewichtung noch stärker auf “äußere” Faktoren richten. Auf das drum herum, das ja – natürlich entstehen würde – wenn es keine SEOs gebe. (Gehen wir einfach mal davon aus, dass Pressearbeit, Guerilla Marketing etc. natürlich sind, solange diese Prozesse nicht mit der Absicht eines Linkaufbaus getätigt werden). Diese Äußeren Faktoren belaufen sich z.B. auf die Linkpopularity und die Qualität der Links (themenaffinität.. und so.. schon mal gehört irgendwo.. :) )

Hinzu kommt, dass Google bald die Weltherrschaft erreicht haben wird und somit jegliche Aspekte des Viralen Marketings ins Siteranking miteinbeziehen könnte. In Ansätzen kann man jetzt schon mal vage voraussagen, dass es sich dabei um Daten aus GMail, Jabber etc. handeln kann. Diese werden ggf. analysiert um Trends zu erkennen auch in Bezug auf aktuell angesagten Webseiten.

Gerade erinnere ich mich daran, dass irgendjemand mal einen Artikel dazu geschrieben hat (das wär doch mal Stoff für eine gute Science Fiction. Google übernimmt die Weltherrschaft und verfrachtet alle SEOs auf eine verborgene Insel irgendwo im Südpazifik… das wird wie “Sims 2 – Gestrandet” oder so… lieber Quality Rater Google-Spitzel wenn du das liest: bitte bitte entführt mich auch, ich weiß auch zuviel!!! Ich will mit!!!! ) den Artikel suche ich gerade schon seit rund 10 Minuten.. ich werde ihn nachreichen, sobald mir eingefallen ist, wo ich ihn gelesen habe ;) wenn jemand bescheid weiß dann bitte in den Comments melden. Danke.

So weiter im Text.

Angenommen es wäre so, würde die gesamte On-Page Optimierung unwichtiger werden. Google würde überwiegend “äußere” Faktoren, ins Ranking miteinbeziehen. Nicht nur weil sich diese äußeren Faktoren schwerer “optimieren”/”manipulieren” (optimieren… manipulieren… machmal frag ich mich wo da der Unterschied ist…. ) sondern weil es einfach Idiotensicher ist. Natürliche Links kommen automatisch zu stande, Linkaufbau ist ja – wenn man so will – evil. Ebenso der Informationsaustausch und damit verbundene Bewertung von Seiten/Trends/etc. geschieht auch ganz gut ohne Eingreifen mit SEO-Intention.

Ähnliches wird über kurz oder lang auch im Social Media Bereich passieren. Ich habe jetzt keine Zitate zur Hand aber ich kann welche suchen. Ok ich finde die Quelle gerade nicht. Ich werde sie sicherlich nachreichen… (ich hasse es schlecht vorbereitet zu sein!) Auf jedenfall erinnere ich mich daran, dass SMO lange Zeit als eine Form des White-Hat-Linkbuildings eingestuft wurde und selbst Matt Cutts persönlich gesagt haben soll, dass SMO eine gute Form des Linkbuldings ist. Ein paar Wochen später- Fehlanzeige. SMO ist Linkbulding und somit genau so Evil wie der restliche Kram. Wenn jemand die Quelle findet, dann bitte her damit, damit ich diesen Beitrag hier dementsprechend editiren kann :-)

Der Punkt ist allerdings folgender: Wenn wir uns mal vorstellen, dass Google wirklich will, dass der normale Webmaster seine Seite einfach so ins Netz stellt und nichts weiter daran macht, dann kann SMO auf der einen Seite gut und auf der anderen Seite schlecht sein. Gehen wir von der Utopie aus, dass Social Media im Sinne des Erfinders funktioniert. Ich stelle einen Artikel ein, habe nicht die Absicht, dass ganz vielel Blogger darüber schreiben und bezug auf mich nehmen, damit ich Links absahnen kann. Dieser Artikel gefällt ganz vielen Leuten, diese Leuten voten für den Artikel weil sie ihn gut finden und nicht weil sie meine Ferunde sind oder weil ich ihnen Geld, Macht, Frauen etc. versprochen habe usw…usf… dann landet der Artikel auf der Frontpage. Leute werden drauf aufmerksam, die darüber bloggen und brav ihre Source angeben. Dann hab ich ein paar coole Links, die sind themenaffin und stammen wahrscheinlich auch nicht aus ner Bad Neighbourhood (weils sowas ja wahrscheinlich auf einem SEO-freien Planeten – mit Ausnahme einer kleinen Insel im Südpazifik – oh das klingt wie das Intro von Asterix… ganz Galien wurde von den Römern besetzt? Ganz Galien? hahahaha nein spaß beiseite… – nicht geben würde) und sind auch ansonsten auf ganzer Linie super, klasse, toll. Resultat? Google sagt sich “hey du bist cool, ich mag dich, ich will ein Kind von dir“.

Das wäre die Grundidee von Social Media im SEO Sinne, aber da wir ja schon oben mit philosophischer Beweisführung festgestellt haben (ok so philosophisch wars dann doch nicht), dass Menschen etwas zu ihren Gunsten manipulieren, wenn dies möglich ist (z.B. in dem ich anderen Menschen Geld, Macht etc. verspreche wenn sie für mich voten) kann man SMO nicht trauen. SMO muss also irgendwo evil sein? Bzw. Hat das potenzial dazu evil zu werden. Dieser Logik folgend, würde in einer zukünftigen SEO-Freien Welt nur dann SMO existieren können, wenn keine Möglichkeit bestehen würde SMO zu nutzen um das Ranking zu beeinflussen.

Da die Insel im Südpazifik (SEO-Island) allerdings eine utopische paradiesische Vorstellung ist. Kann das nur zur Folge haben, dass sich die Kritierien zum berechnen des Rankings in der Zukunft weiter auf Sachen verlagern werden, die A. schwer zu manipulieren sind und B. idiotensicher sind. Also ggf. weg von SMO. Obwohl man sich in Deutschland dabei keine soooooo großen Sorgen machen muss, da die Deutschen so Linkgeizig sind, dass sie sowieso nur selten andere Artikel aufgreifen und zu ihnen Linken (das war eine Aufforderung: kommt beweist mir das Gegenteil!). Andererseits, ist die deutsche SMO Szene über die maßen SEOlastig, was natürlich auf kurz oder lang zu einem rein deutschen Problem führen könnte: für das Ranking aus dem “deutschen Bereich” (trifft wohl auch auf Österreich und Schweiz zu) werdne SMO Links anders gewertet als es wohl im amerikanischen o.a. Bereichen der Fall sein wird.

Was die Zukunft wirklich bringt, wird sich zeigen.

Wenn ich bald nicht mehr schreibe, wurde ich wahrscheinlich auf offener Straße gekidnappt und nach SEO-Island verfrachtet (ich packe sicherheitshalber schon mal meinen Koffer). Also nicht wundern.

Quellen reiche ich nach :-) und an dieser Stelle noch eimal eine kurze Entschuldigung dafür dass ich A. schon wieder so lange nichts geschrieben habe und B. meine oben aufgeführten Gedanken gänzlich unstrukturiert sind und ich keine Quellen habe. Ich werde den Artikel noch mal dahingehend überarbeiten wenn ich mehr Zeit habe :-)

Anmerkungen: