It’s Summertime

Irgendwann hatte ich – glaube ich – mal behauptet, ich würde wieder in meinem Blog schreiben. Leider ist in der letzten Zeit so viel passiert, dass ich einfach – wenn ich zwischendurch Zeit gehabt hätte es aufzuschreiben – zu faul war um es aufzuschreiben.

Ich habe vor kurzem das Design hier neu gemacht, den Blog Nightstorys übernommen und wahnsinnig viel gearbeitet. Außerdem habe ich einen kurzen Abstecher nach Verona gemacht und meinen Sommerurlaub geplant. Zwischendurch habe ich mir noch eine Menge Kram gekauft, den ich eigentlich nicht brauche wie eine Canon EOS 550 D, eine neue Couch, einen Beamer für das iPad (den ich übrigens schon vier Wochen habe und ich bin noch nicht einmal dazu gekommen ihn zu benutzen, ebenso wie ich bisher noch nicht auf meiner Couch gesessen habe um Fernzusehen und meinen neuen 24″ LED Monitor noch nicht angeschlossen habe that’s life).

Langsam bekomme ich wirklich das Gefühl, die Kaufsucht habe mich wieder in ihre Klauen bekommen, schließlich habe ich in den letzten 72 Stunden viel zu viel Geld ausgegeben, 120 Euro davon in einem Sexshop. Doch bevor ich mich hier in Details verstricke, die dazu führen würden, dass ich diesen Blog mit dem Prädikat “garantiert nicht jugendfrei” auszeichnen müsste, möchte ich lieber einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Wochen geben und einen Ausblick auf die nächsten sechs Wochen.

Übrigens veröffentliche ich alle Fotos in diesem Blogpost unter der Creative Commons Lizenz. Ihr dürft sie gerne abspeichern und verwenden sofern ihr einen Link zu meinem Blog setzt. Danke.

Irgendwie bin ich doch ziemlich faul geworden. Ich twittere nicht mehr, schreibe kaum noch auf Facebook und obwohl ich auf Rock n Roll Hero nun einen Tumblr Blog führe, auf dem ich – zumindest hin und wieder – Bilder einbinde, hört man kaum noch etwas von mir. Irgendwie uncool…

Wenigstens hilft mir iPhoto dabei meine Erinnerungen halbwegs wieder zusammenzutragen.

Da war also Verona, Anfang Mai. Verona ist eine wunderschöne Stadt. Ich liebe Italien, schade nur, dass Verona von mir aus mit dem Auto 1027 Kilometer entfernt ist, also nicht zumutbar. Leider wurde ich auf dem Weg nach Verona dann mit einem Gefühl konfrontiert, von dem ich eigentlich gedacht hatte, es in den Tiefen meines Unterbewusstseins verscharrt zu haben: Flugangst. Wenn wir mal ehrlich sind, dann bin ich eigentlich ein verdammt ängstlicher Mensch, auch wenn viele das Gegenteil denken. Ich habe keine Angst davor nachts durch dunkle Straßen zu gehen oder meinen Fuß in die Dortmunder Nordstadt zu setzen (obwohl meine Mutter durch die *Bronx* nur mit zentral verrigelten Türen fährt…), aber ich habe Angst davor unter Brücken herzugehen, weil ich denke sie könnten genau in dem Moment einstürzen, ich habe Angst vor dem menschlichen Versagen des Piloten beim Fliegen und vor der Terroristischen Bedrohung. Und da nütze es auch nichts, dass ich mir während des Fluges immer wieder in Gedanken vorsagte, dass man 56 Jahre lang am Stück fliegen müsste, damit die Wahrscheinlichkeit eines Flugzeugabsturzes eintreten würde, dass laut unabhängiger Studien das Flugzeug das sicherste Verkehrsmittel der Welt ist, dass lt einer Studie deren Namen ich gerade vergessen habe 7 Verkettungen von Fehlern zu einem Absturz führen und dass selbst beim Ausfall beider Triebwerke ein Flugzeug immer noch segeln kann, bei einer Geschwindigkeit von ca. 160 Kilometern pro Stunde!

Ja verdammt, es hat nichts gebracht. Wenigstens habe ich am vergangenen Freitag eine Unfall-Sterbe-Versicherung abgeschlossen und ein Flugzeugabsturz ist immerhin ein Unfall. Keine Ahnung, ob es auch als Unfall gilt, wenn das Flugzeug von der Luftwaffe abgeschossen wird, weil es von Terroristen gekapert wurde…

Nun, die Zeit in Verona verging viel zu schnell und auf dem Weg zurück entschied ich mich sicherheitshalber dafür mir am Flughafen um 10 Uhr morgens einige Sambuca reinzukippen. Hat leider auch nichts gebracht…

Inzwischen spiele ich sogar mit dem Gedanken meinen Arbeitsplatz diesen Winter nach Kapstadt zu verlegen um dort live vor Ort für den südafrikanischen Ableger von Fliks zu arbeiten, bei dem Gedanken an über 10 Stunden Flug läuft es mir aber jetzt schon eiskalt den Rücken herunter.

Wobei es mir ebenfalls eiskalt den Rücken hinunterläuft ist der Gedanke daran, dass ich vielleicht Ende des Sommers noch einen Abstecher nach Rom oder London machen möchte. Das ist ziemlich evil, doch mein Leben ist zu kurz um es von Ängsten dominieren zu lassen… (ich sehe mich in Gedanken schon in einem von Terroristen gekaperten Flugzeug sitzen, während ich meinem Sitznachbar lachend die paradoxe Story erzähle, dass ich ja nur mitgeflogen bin, weil ich mich nicht vom internationalen Terrorismus einschüchtern lassen wollte…).

Aber hey ganz ehrlich: Fliks hat seit ein paar Monaten endlich einen neuen Aufzug, nachdem wir drei Monate lang wirklich jeden Tag in den fünften Stock im Altbau Treppensteigen mussten, dieses verdammte Ding hat bis heute kein TÜV-Siegel. Man könnte sagen, es sei eine Todesmaschine! Doch ich bin eben ein echter Adrenalinjunkie, ein Teufelskerl. Da ist so ein Flug nach Südafrika doch nichts gegen…

Sachen, die ebenso unglaublich sind, wie das fehlende TÜV-Siegel im Fliks Aufzug ist dieses Bild, das ich am Herforder Bahnhof geschossen habe.

Es zeigt die Gala MEN.

Herford ist eben immer wieder eine Reise wert. Nicht zuletzt wegen diesem Schnappschuss:

Achtung: Ausnahmsweise liegt das Copyright bei diesem Bild nicht bei mir.

 

War ne lustige Party, auch wenn ich mich nur noch dunkel errinere. War auch ne sehr lustige Zugfahrt, denn durch die Frage “Hast du einen Flaschenöffner?” (bester Opener ever!) bin ich von Hamm bis Herford mit einem Mädel ins Gespräch gekommen, die mir nicht nur ihre ganze Lebensgeschichte erzählt hat (einschließlich Kinderkrankheiten!) sondern mir auch das Recht zugesprochen hat, sie mit dem Spitznamen “Die Hure Babylons” anzusprechen.

Es wurde Zeit, den Sommer zu genießen. Ein paar chillige Besuche mit Duke an der Ruhr, einige coole Grillabende. Und ich habe mir endlich mal den Phönixsee in Dortmund ansehen können, der seit kurzem eröffnet wurde.

Darüberhinaus habe ich endlich ein (sogar signiertes) Exemplar von Gulli wars. Es ist schon irgendwie peinlich bei Fliks zu arbeiten ohne dieses Buch gelesen zu haben ;)

 

Endlich wieder ein Sommer, mit verdammt gutem Wetter. Auch wenn es in den letzten Wochen wieder etwas durchwachsen war… für die nächsten Wochen hoffe ich allerdings inständig auf gutes Wetter. Denn ab dem 22.07. werde ich für vier Wochen quer durch Deutschland reisen und alle möglichen Menschen besuchen, die ich bisher nicht besuchen konnte, weil es immer irgendwie nicht gepasst hat.

Auf meiner Route stehen bisher die folgenden Stationen, natürlich kann sich daran noch das ein oder andere ändern, denn bisher wirklich fest sind erst wenige Termine.

Auf dem Plan stehen:

Lübeck, Travemünde, Bremen, Stralsund, Sylt, Jever, Kiel, Oldenburg, Flensburg, Berlin, Dresden, Magdeburg, Leipzig, Frankfurt, Mannheim, Heidelberg, Stuttgart, Freiburg, Konstanz, München und Hohenschwangau.

In Stuttgart werden Maren, Luda und ich definitiv am 11. August sein, an diesem Tag spielen dort Placebo und 30 Seconds To Mars und ich habe es noch geschafft Karten bei Eventim aufzutreiben. In Stuttgart werden wir aber definitiv auch das Musical Tanz der Vampire besuchen.

Ein Besuch, der für mich mit gemischten Gefühlen verbunden ist. Wie einige von euch sich vielleicht erinnern war ich einige Zeit lang Affiliate für die Stage Entertainment und habe immerhin für diesen Laden in den Jahren 2009 und 2010 über 750 Sales und einen Umsatz von über 160.000 Euro erwirtschaftet. Passend zum Weihnachtsgeschäft, wurde ich dann Anfang Dezember ohne Angabe von Gründen vom Affiliateprogramm ausgeschlossen und auch auf Nachfragen per Mail und telefonisch wurde nicht reagiert bzw man wurde abgewimmelt. Später stellte sich heraus, dass die Stage Entertainment ihr Affiliateprogramm ganz allgemein eingestellt hatte. Dennoch hätte ich mir an dieser Stelle eine bessere Kommunikation nach der langen, erfolgreichen Zusammenarbeit gewünscht.

Etwas angepisst, beschloss ich, die Stage Entertainment nicht mehr weiter zu unterstützen und schenkte meiner Mutter dann zu ihrem Geburtstag am 08. Januar (hey sie hat am selben Tag wie Elvis Geburtstag!) lieber einen Massagesessel als – wie ursprünglich geplant – Musicalkarten…

Dennoch würde ich die Show wahnsinnig gerne sehen und ich denke inzwischen ist es an der Zeit seiner Leidenschaft nachzugeben und doch ins Musical zu gehen, bevor es Stuttgart verlässt…

Ich verlasse mich einfach darauf, dass alles cool wird immerhin hat das der Glückkeks gesagt

Am 13. August findet in Dortmund mal wieder das Lichterfest statt und ich hatte mir vorgenommen zu kommen. Wenn ich es schaffe, möchte ich diesen Sommer auch auf jeden Fall noch eine Show von Bruno Knust sehen, der mit seiner Hartz-Vegas-Segers-Band ebenfalls diesen Sommer in Dortmund zu sehen ist. Während er in seinem eigenem Theater - dem Olpketaltheater – Sommerpause einlegt.

Ich hätte niemals gedacht, dass ich so etwas lustig finden würde, aber da ja irgendwie immer ziemlich coole Dinge durch Zufälle geschehen, habe ich vor kurzem eine Einladung ins Olpketaltheater bekommen um mir dort seine Show anzusehen. Essen und Trinken gabs in der so genannten “VIP Lounge” (voll süß eigentlich, dass das Theater diesen winzigen Bereich wirklich als VIP Lounge bezeichnet hat) auch, nur leider alles mit Schwein versetzt also nichts für mich. Ich beschloss also mich mit Campari-O volllaufen zu lassen und mich über eine Truhe voller Häagen-Dazs herzumachen, die unwissende und naive Menschen in dem Sichtfeld meiner verfressenen Person aufgestellt hatten… Die Show war aber wirklich gut, dafür gibt es auch gerne einen Link und auch einen Link an den Flughafen Dortmund, von dem die Einladung kam.

 

Obwohl ich dieses Jahr bereits einmal in München war, werde ich diesen Sommer noch einmal dort hinfahren um mir die Stadt anzuschauen. Anfang April hatte ich mich in München vollkommen übermüdet mit Estefano de Santos getroffen (den meisten von euch ist er vielleicht eher als Flow von Royal Flush Seduction bekannt). An dieser Stelle noch mal ein herzliches Danke an die Deutsche Bahn, die es wirklich geschafft hat, dass ich am Mittwoch Morgen nach über 48 Stunden ohne Schlaf in Dortmund ankam. Wie es die Nachtzüge der deutschen Bahn schaffen, dass man auf 9 Stunden Hinfahrt – und vor allem auf 9 Stunden Rückfahrt (nachdem man schon fast 40 Stunden wach ist!) kein Auge zu kriegt, möchte ich an dieser Stelle nicht ausführen. Wer mag, kann sich die Geschichte aber gerne persönlich anhören, ich bin mir sicher ihr werdet euren Spaß haben!

Da wir in München fast ununterbrochen sargen waren, habe ich von der Stadt an sich leider nur recht wenig mitgekriegt, dafür aber die Münchener Ladies um einiges besser kennen gelernt. Ich hätte auch niemals gedacht, dass es überhaupt möglich ist, an einem Tag mehr als 100 Euro für Parkgebühren auszugeben, aber München machte es möglich.

Abschließend, werde ich gegen Ende des Sommers oder halt im Herbst, je nachdem wie man es nimmt noch die Einfach Verführerisch! in Berlin, für die mir Ben von ZHI CONsulting coolerweise einen VIP Pass zur Verfügung gestellt hat, besuchen und Ende September gemeinsam mit Martin (der übrigens dieses Jahr auch als Sponsor auftritt) eine Session über Suchmaschinentoptimierung für WordPress auf dem Wordcamp in Köln halten.

Etwas doof ist, dass das Wordcamp genau mit der PickUp Con in Frankfurt – übrigens die schönste Stadt Deutschlands – kollidiert.

 

Da ich aber mal wieder nicht aus meinen Fehlern gelernt habe, werde ich auch diesen Sommer die meisten Reisen per ICE zurücklegen. Damit es nicht ganz so langweilig im Zug wird und ich nicht wieder irgendwelche Huren Babylons in Gespräche über Flaschenöffner verwickeln muss, habe ich mir für über 200 Euro Bücher bei Amazon bestellt. Darunter zum Beispiel der Aufreisser von Neil Strauss und Mein teures Studium von Laura D.

Ach ja noch so zum Abschluss, damit dieser Blogpost auch was von Online Marketing enthält: Ja, die Google+ Beta hab ich gesehen, fand ich uncool.

Herbst 2010

Vor kurzem habe ich mich für die iPhone App Momento entschieden, mit der man vergangene Tage gut revue passieren lassen kann. Die App zeigt Tweeds, Facebookmeldungen, Foursquareupdates, Youtube-Uploads und vieles mehr in chronologischer Reihenfolge. Mittels dieser App habe ich daher mal begonnen einen Rückblick über den Herbst 2010 zu erstellen und damit der Blogpost nicht zu lang wird, habe ich die einzelnen Blogposts extra verlinkt.

Intransparenz im Affiliate Marketing!?

Als SEO gibt es ja mehrere Wege sein Geld zu verdienen, Arbeit für Kunden in einer Agentur, Pay per Click, Inhouse oder eben Affiliate Marketing. Und sicher gibt’s auch andere Monetarisierungsmodelle, die ich noch nicht erwähnt habe. Alles hat seine Vor- und Nachteile und obwohl ich inzwischen als Inhouse SEO für den 3GStore tätig bin, bin ich bekennender Kundenhasser und Affiliate Befürworter. Gründe dafür sind zum einen, dass ich mit PPC nie wirklich große Erfolge verbuchen konnte, sicher gibt es auch hier Mittel und Wege, ich habe sie allerdings noch nie gefunden. Möchte sich jemand melden und mir ein Erfolgsrezept verraten, wie auch ICH mit PPC gute Einnahmen erzielen kann, dann bitte einfach melden, danke!

Für was man sich letzten Endes als Hauptkanal der Monetarisierung entscheidet muss ja jeder für sich selbst entscheiden und in den meisten Fällen läuft es wohl sowieso auf einen Mix verschiedener Möglichkeiten hinaus.

Darum soll es hier aber auch gar nicht gehen. Es geht um Affiliate Marketing, einmal aus Sicht eines SEOs bzw. Publishers und einmal aus Sicht des Merchants. Es geht um Optimierungsbedarf insbesondere auf dem deutschen Markt und es geht vor allem um Intransparenz.

Dank meines Aufgabenspektrums bei Fliks habe ich die Möglichkeit erhalten auch endlich mal die andere Seite dieser zweier Konstallation Publisher-Merchant zu sehen, wobei 2er nicht richtig ist, meistens ist es ja eher ein 3er. Merchant-Affiliate Netzwerk-Publisher.

Affiliate Netzwerke vs. Inhouse Affiliate Programm

Dieses Thema ist so groß, dass man schon beinahe einen eigenen Blogpost daraus machen könnte. Vielleicht gibt es ihn ja auch eines Tages, vielleicht aber auch nicht. Die Überschrift sagt ja schon alles: ist es für mich besser mich bei der Verwaltung meiner Affiliates mit einem Netzwerk zu beschäftigen wie zum Beispiel Zanox oder Tradedoubler oder soll ich auf ein Inhouse Affiliate Programm setzen?

Ich würde inzwischen jedem, der etwas Ahnung von Technik hat ans Herz legen es selbst zu realisieren beziehungsweise in die Hände einer Agentur zu geben, die es selbst Organisieren. So spart man zum einen eine Menge Geld, denn pro Sale drückt man einen bestimmten Prozentsatz an das Affiliatenetzwerk ab. Natürlich bekommt man ja etwas für sein Geld, das Affiliate Programm wird durch das Netzwerk beworben bzw. es wird den Publishern ermöglicht es zu finden, außerdem wird die Abwicklung der Sales etc. erleichtert. Zumindest bis zu einem bestimmten Grad, denn die Agentur bzw. der Merchant muss ja immer noch Publisher bestätigen, ablehnen, Auszahlungen veranlassen, Sales prüfen etc.

Für eigene Affiliateprogramme gibt es inzwischen einige gute Erweiterungen zum Beispiel ein Modul für Prestashop und sicherlich auch vorgefertigte Scripte, die von einem Programmierer an die speziellen Anforderungen des Produkts angepasst werden. Gibt man das Affiliateprogramm in die Hände einer Agentur, so muss selbstverständlich diese ebenfalls bezahlt werden, macht man es selbst müssen die nötigen Ressourcen an Mitarbeitern vorhanden sein.

Der nächste Punkt ist allerdings, dass die “Links” die über ein Affiliateprogramm gebildet werden in den aller meisten Fällen nofollow sind. Klar, ein Affiliateprogramm ist dazu zuständig Sales zu beschaffen, nicht zum Linkbuilding, mit einem sinnvollen Inhouse Programm kann man aber gleichzeitig auch Suchmaschinenrelevante Links aufbauen.

Die Links haben dann eine Affiliate – ID am Schluss, ist das nicht Duplicate Content?

Prinzipiell ja, praktisch lässt sich dieses Problem aber umgehen. Beispielsweise kann man den Besucher per 301 auf die angeforderte Seite umlenken und einfach ein Cookie setzen, um den Sale später zuordnen zu können. Auch Canonical ist hier eine mögliche Lösung.

Auch was die Trackingmöglichkeiten angeht, sind viele Affiliateprogramme noch ausbaufähig. Ich weiß leider nicht, wie es heute bei Tradedoubler ist, doch vor einigen Monaten war es zumindest noch so, dass man keine Einsicht in die Referrals bekommt, von denen der Sale stammt. Entsprechend kann ein Publisher eine Seite vorlegen, die den Kriterien entspricht und den Link später auf einer anderen Seite einbinden, ohne das man genau sieht wie der Sale zustande gekommen ist. Bei einem Inhouse Programm, hat man – sofern man den passenden Programmierer zur Hand hat – also auch viel mehr Möglichkeiten ein sehr umfangreiches Tracking durchzuführen und die Trackingmöglichkeiten seinen persönlichen Wünschen anzupassen.

Als Merchant hat man mit Analytics ja sehr viele sehr coole Möglichkeiten um die Sales zu tracken, beispielsweise über Kampagnentracking.

Als Affiliate sind die Analyse Möglichkeiten leider etwas spärlicher. Auch hier bieten viele Affiliatenetzwerke nur unzureichende Statistiken, es ist recht schwierig nachzuvollziehen beispielsweise zu welchen Uhrzeiten Sales stattfinden, um seine Adwordskampagnen darauf hin zu optimieren, mit Analytics kann man etwas Abhilfe schaffen, wenn man ausgehende Klicks trackt (z.B. mit nem OnClick im Link).

Dennoch fehlt auch hier vielfach die Transparenz!

Affiliate ist nicht attraktiv genug

Ein weiterer Punkt ist, dass Affiliate für viele – sowohl für Publisher als auch für Merchants – nicht attraktiv genug ist.

Viele Merchants sind berechtigt der Meinung, dass sie durch Affiliate Geld verlieren – zwar auf Provisionbasis – aber es ist immer noch besser einen Sale direkt selbst zu machen, anstatt über einen Affiliate, denn dann profitieren am Sale noch das Affiliatenetzwerk und der Affiliate selbst. Besonders ärgerlich sind natürlich dann die Gutscheinaffiliates. Gibt man auf ein Produkt, an dem der Merchant 100 Euro Provision hat, bereits 30 Euro Rabatt und noch einmal 20 Euro Affiliateprovision ab, so gewinnt man nur noch 50%. Andererseits ist das schöne an Affiliates ja, dass man diesen die Adwords-Richtlinien vordiktieren kann und so an Budget sparen kann, also: der Affiliate bucht Begriffe ein und bekommt pro SEM-Sale eine Provision, die wirklich “fetten” Begriffe sind allerdings von der SEM-Kampagne ausgeschlossen und dürfen nur vom Merchant eingebucht werden.

Auch für viele Affiliates ist das Modell nicht attraktiv genug, leider. Affiliates sind in Deutschland das schwächste Glied der Kette obwohl sie den Umsatz liefern. Sie werden in vielen Fällen mit sehr mageren Provisionen abgefertigt und können leicht aus dem Partnerprogramm rausgekickt werden. Darüberhinaus sind viele Partnerprogramm Betreiber immer noch sehr undankbar ihren Affiliates gegenüber.

Nicht zuletzt wären noch die Entwicklungen bei Google im Hinblick auf Marken-Erkennung etc. zu nennen, die es Affiliates immer schwerer machen sich mit ihrer Webseite in den SERPs durchzusetzen.

Ich glaube aber immer noch, dass es möglich ist Affiliate Programme aufzusetzen von denen beide Seiten der Publisher und der Merchant profitieren. Im Vergleich zwischen Kundenarbeit und Affiliatearbeit, ist derjenige, der auf schnelle, feste Summen aus ist immer noch besser mit Kunden bedient!



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