Warum ich Webdesign für andere Menschen hasse…

Es gibt in meinem Leben nichts unbefriedigenderes und verhassteres als Webseiten für andere Menschen zu erstellen. Man könnte wirklich sagen, ich verabscheue diese Tätigkeit. Nur leider lässt sich mein schizophrenes Wesen immer wieder dazu überreden eine solche Aufgabe zu übernehmen: ein Beweis mehr dafür, dass der Mensch nicht aus seinen Fehlern lernt.

Wahrscheinlich bin ich verwöhnt, denn 90% meiner Zeit verbringe ich mit dem tollsten Job der Welt. Denn ich mache Menschen mit meiner Arbeit glücklich, ich bin kreativ und lerne ständig neue und faszinierend-kreative Menschen (( soviel zu dem Vorurteil, dass Webworker immer nur alleine im Keller hocken )) kennen. Außerdem kann ich den ganzen Tag meine Lieblingsmusik hören, essen wann ich will, während der Arbeit Alkohol konsumieren (( Sometimes Alcohol is the Answer )) und ich kriege auch noch Geld dafür. Und ja, dass ist eigentlich der wichtigste Grund – nicht das Geld das ist natürlich auch wichtig ;) – ich “arbeite” nicht ich mache etwas was mir spaß macht: beruflich!

und das ist “des Pudels Kern”, würde Goethe sagen oder um es mit den Worten Dieter Bohlens zu sagen:

Wenn ich 18 Stunden am Tag an meinem Hobby arbeite, dann ist das doch nur gutbezahlte Freizeit

oder zumindest so ähnlich sagte er es in “Der Bohlenweg” (( ja man glaubt es kaum: ich habe ein Buch von Dieter Bohlen gelesen, hätte man mir das vor ein paar Wochen gesagt hätte ich es auch nicht geglaubt ))

Ich bin quasi verdammt verwöhnt von diesem ganzen Internetmarketing-Kram. Dennoch lasse ich mich immer wieder dazu überreden Webseiten für andere Menschen zu erstellen.

Ich hasse es weil…

  • …es mir in meiner grenzenlosen Egomanie grundsätzlich widerstrebt überhaupt irgendwas für andere Menschen zu tun :-)
  • …ich soetwas sowieso nur von Freunden und Verwandten gefragt werde und es mir widerstrebt das dafür zu berechnen, was ich eigentlich (inkl. Schmerzensgeld) pro Stunde dafür nehmen müsste. Ich bin also auch noch unterbezahlt.
  • …ich grundsätzlich andere Vorstellungen davon habe was gut und richtig ist als meine “Kunden”
  • …ich es in den meisten Fällen auch (im Hinblick auf Usability oder SEO) besser weiß und es mir noch mehr widerstrebt auf Wunsch des “Kunden” Arbeit abzuliefern die offensichtlich schlecht ist
  • …die Kunden in vielen Fällen sehr uneinsichtig sind wenn man sie zu ihren Gunsten aufklären will
  • …ich überhaupt total inkompetent im Umgang mit Kunden bin, was ggf. auf ein Problem mit Autoritäten zurückzuführen ist ;-)
  • …man als ‘Webdesigner’ auch fortlaufend für Sachen verantwortlich gemacht wird, für die man offensichtlich nichts kann (z.B. Serverabstürze)

Viele Leute haben dennoch leider ein Talent dafür mir dann noch mit Sätzen wie

Wenn du damit dein Geld verdienen möchtest, dann solltest du aber wissen…

zu begegnen. Ich habe mittlerweise aufgegeben, diese Menschen zu berichtigen. Denn eines steht fest: Ich will damit nicht mein Geld verdienen, ich verdiene mein Geld bereits auf andere Art und Weise und ich bin sehr zufrieden damit.

Ich habe mir abgewöhnt darüber zu diskutieren. Daher werde ich solche Aufgaben zukünftig einfach kategorisch ablehnen. Statistisch gesehen müssten sich jetzt einige Leute in den Kommentaren melden, die meine Einstellung arrogant o.ä. finden. Aber mal ganz ehrlich: ich habe die Möglichkeit ausreichend Geld mit etwas zu verdienen was mir verdammt viel Spaß macht und was ich gut kann – warum um alles in der Welt sollte ich Sachen machen die mir keinen Spaß machen, die andere besser können als ich und die ich möglicherweise auch nur halbherzig ausführe?

Hi, ich bin Chaim!

chaimstartseite Danke, dass du meinen Beitrag gelesen hast.
Ich bin 23 Jahre alt, arbeite im Online Marketing und lebe seit März '13 bis August in Wien, Österreich.
Danach möchte ich vielleicht nach Rom, Florenz, Venedig oder Palma de Mallorca.
In meinem Blog schreibe ich über alles mögliche, was mir an verrückten Sachen in meinem Leben passiert und über die Menschen, die dieses Leben so außergewöhnlich, spannend, abenteuerlich und unterhaltsam machen.
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